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Interview mit Vodafone-Personalchef Dirk Barnard

"Wir sind ja nicht im Bootcamp"

Teil 3: Überholtes Großraum-Konzept

Auch fünfmal am Tag?

Ich bin der Meinung, ein Arbeitgeber sollte unterschiedliche kulturelle Ausprägungen respektieren. Wir setzen bei Vodafone auf Vielfalt, wir akzeptieren und fördern die Lebensentwürfe unserer Mitarbeiter. So verbessern wir auch den kreativen Austausch.

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Unter Arbeitsplatzforschern gilt das Großraumkonzept als überholt zu laut und zu viel Ablenkung. Sie setzen jetzt auch noch die Chefs in die Mitte. Warum?

Das 70er-Jahre-Großraum-Konzept, bei dem es darum ging, Leute zusammenzupferchen, um zu sparen und zu kontrollieren, ist tatsächlich überholt. Wir wollen in einem großzügigen Ambiente erreichen, dass sich die Kollegen mehr miteinander austauschen, um so schneller Ideen, Ergebnisse und Innovationen zu erzielen.

Die Chefs setzen wir aber nicht in die Mitte, sondern dazu. Für vertrauliche Gespräche haben sie reservierte Räume in ihrer Nähe. Auch Jens Schulte-Bockum als neuer CEO hat für sich das offene Konzept gewählt. Er hat damit bereits sehr gute Erfahrungen in den Niederlanden gemacht.

Aber wo bleibt die persönliche Note?

Statt mein Fußball-Fähnchen oder Blumen aufzustellen, kann ich meinen Arbeitsplatz virtuell personalisieren und zum Beispiel auf einem elektronischen Bilderrahmen mein Lieblingsfoto einblenden


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