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Besonders im Hotelgewerbe wirbt Deutschland um ausländische Azubis.
Foto: Andrey Burmakin/Fotolia.com
Fachkräfte-Zuwanderung

Willkommen in Deutschland!

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Cecilia macht mobil: Jahrelang suchte die Spanierin in ihrer Heimat einen Job – gefunden hat sie ihn in Deutschland. Während in Südeuropa die Arbeitslosigkeit grassiert, locken deutsche Betriebe mit Fördergeld der Bundesregierung.
"Jeder fragt mich, ob ich Heimweh habe", sagt Cecilia Ymbernon Salva. "Und natürlich vermisse ich Spanien manchmal." Die 24-jährige Mallorquinerin steht im Hotel Speicher in Schwerin und deckt einen Restauranttisch – das ist Teil ihrer Ausbildung zur Hotelfachfrau. "Trotzdem bin ich glücklich in Deutschland, denn hier kann ich arbeiten." Zwei Jahre, nachdem Cecilia ein Studium in Modedesign abgeschlossen hat, verdient sie zum ersten Mal ihr eigenes Geld. Mehr als 2.000 Kilometer weit musste sie reisen und ihr Metier wechseln, um endlich einen Job zu finden.

Cecilia ist kein Einzelfall: Mehr als jeder zweite Spanier unter 25 Jahren ist laut der Statistikbehörde Eurostat arbeitslos. "Zwei Jahre lang habe ich in Spanien Bewerbungen geschrieben, jede Woche fünf", erzählt Cecilia. Geklappt habe es mit den Stellen jedoch nie. "Es gab einfach keine Antwort. Die Situation in Spanien ist kompliziert."

Zuwanderer bei Wirtschaft begehrt

Die deutsche Wirtschaft hingegen reißt sich förmlich um die jungen Arbeitskräfte aus dem EU-Ausland. Weil immer weniger deutsche Schulabgänger sich für einen Ausbildungsberuf entscheiden, bleiben viele Stellen unbesetzt. Nicht nur im Schweriner Hotel Speicher, wo derzeit insgesamt acht Spanier lernen, setzen die Personalleiter daher auf Zuwanderer.

Die Bundesregierung unterstützt dieses Werben seit 2013 mit dem Förderprogramm MobiPro-EU. Wer in seiner Heimat keine Stelle findet, soll sich stattdessen in Deutschland um Praktika und Ausbildung bewerben. Im Gegenzug werden unter anderem die Kosten für Sprachkurse und die Anreise erstattet. Selbst bei Arztbesuchen wird ein Übersetzer gestellt. "Das ist schon fast zu viel Betreuung", sagt Cecilia. "Wir müssen uns doch auch selbstständig durchsetzen."

Das Interesse an dem Programm ist riesig – so groß, dass das Bundesarbeitsministerium das Förderbudget aufstocken will, wie die Nachrichtenagentur dpa erfuhr. Bis 2018 sollen 448,1 Millionen Euro bereitstehen, rund 27 Millionen Euro mehr als bislang veranschlagt. Ende Juni muss der Bundestag dazu dem Bundeshaushalt 2015 zustimmen.

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