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Gehaltstest
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Gehaltstest

Wie viel Sie verdienen sollten

Kristin Schmidt, wiwo.de
Ob Berufseinsteiger oder Führungskraft – viele Arbeitnehmer können 2014 mit mehr Geld rechnen. Für die WirtschaftsWoche hat die Vergütungsberatung Personalmarkt über 500 Berufe und Positionen miteinander verglichen. Wie viel können Sie verlangen?
Wie berechne ich den elektrischen Widerstand? Was brauche ich, um ein Magnetfeld zu erzeugen? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer konvexen und einer bikonvexen Linse? Während viele ihrer Klassenkameraden ratlos in die Luft starrten, konnte Kathrin Isella die Fragen ihres Physiklehrers meist ohne Probleme beantworten. Schon während ihrer Schulzeit begeisterte sie sich mehr für kinetische Energie und Lichtgeschwindigkeit als für den 30-jährigen Krieg oder die Deklination lateinischer Vokabeln. Was die gebürtige Karlsruherin damals nicht ahnte: Diese Vorliebe würde ihr mal bares Geld einbringen.

Sie wählte Mathematik und Physik am Gymnasium als Leistungskurse, begann nach dem Abitur im Jahr 2006 an der Universität Stuttgart Maschinenbau zu studieren. "Entscheidend für die Wahl des Studiengangs war mein ausgeprägtes Technikinteresse", sagt die heute 27-Jährige. Aber auch die guten Jobaussichten lockten und motivierten sie, wenn das Studium besonders hart war.

Begehrte Absolventin

Nach ihrem Abschluss im Frühjahr 2012 merkte Isella schnell, wie begehrt sie als Diplom-Ingenieurin am Arbeitsmarkt war. Zwischen vier Stellenangeboten konnte sich die Hochschulabsolventin entscheiden. Ein Luxus, von dem Geistes- und Sozialwissenschaftler meist nur träumen können. Isella entschied sich für Bosch in Reutlingen.

Zum einen wegen der Stelle: Das Technologieunternehmen bot ihr einen Job in der Entwicklungsabteilung an. Dort beschäftigt sie sich bis heute mit Sensoren für ESP-Systeme, die verhindern sollen, dass Autos ins Schleudern geraten. "Diese neuen Technologien mitzugestalten ist für mich sehr spannend", sagt Isella. Aber die Inhalte haben nicht alleine den Ausschlag gegeben: "Natürlich hat auch das Einstiegsgehalt bei der Wahl meines Arbeitgebers eine Rolle gespielt."

Hohes Einstiegsgehalt 

Berufsanfänger mit einem Hochschulabschluss verdienen beim schwäbischen Unternehmen zwischen 40.000 und 50.000 Euro pro Jahr. Außerdem ist für die meisten Urlaubs- und Weihnachtsgeld üblich. Je nach Unternehmensergebnis kommt eine Erfolgsprämie hinzu, ebenso ein variabler Vergütungsanteil, dessen Höhe davon abhängt, ob ein Arbeitnehmer seine persönlichen Ziele in den vergangenen zwölf Monaten erreicht hat.

Dass Isella schon zum Berufseinstieg ein solch komfortables Gehalt kassiert, hat auch mit ihrem Bildungsweg zu tun: Arbeitnehmer mit abgeschlossenem Studium erreichen im Verlauf ihres Erwerbslebens in der Regel ein wesentlich höheres Entgelt als solche mit einer Berufsausbildung – laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung liegt die Differenz bei etwa einer Million Euro.

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