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Mehr Geld, mehr Luxus
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Gehaltsvorsprung

Wie viel besser ist der Chef?

Inga Methling, wiwo.de
In den USA sollen Unternehmen offenlegen, wie hoch die Bezahlung der Chefs im Vergleich zur Belegschaft ausfällt. Auch in Deutschland bricht das Tabuthema immer weiter auf.
Das neue Modell in den USA sieht die Einführung einer Vergütungskennziffer vor, der sogenannten "CEO pay ratio". Diese soll zeigen, um wie viel der Chief Executive Officer (CEO) mehr verdient als die Beschäftigten im Mittel.

Von den Firmen wird verlangt, dass sie den Median des jährlichen Gesamtverdiensts ihrer Mitarbeiter bekanntmachen. Ferner sollen sie diesen dann ins Verhältnis setzen zum Einkommen des CEO.

Das Ziel: Die Aktionäre sollen Verdienst und Leistung des Unternehmenschefs besser miteinander vergleichen können. "Die Veröffentlichung der Vergütungskennziffer kann eine wertvolle neue Perspektive liefern bei Entscheidungen über die Entlohnung", sagte der SEC-Kommissar Luis Aguilar.

Gewerkschaften für Offenlegung

Die Neuerung ist hochumstritten – auch innerhalb der SEC. Von den fünf Kommissaren stimmten die drei Demokraten dafür, die beiden Republikaner dagegen. Letztere sprechen von einer überflüssigen Vorgabe, die Investoren keinen Nutzen bringe.


Ähnlich argumentieren Wirtschaftsverbände. Ihrer Darstellung nach ist es zudem kostspielig und sehr aufwendig, die Daten zur Vergütung aller Beschäftigten zu sammeln und auszuwerten. Gewerkschaften dagegen begrüßen die Pläne der Aufseher.

Transparenz besonders in der Finanzwirtschaft gefordert

Für Empörung sorgten in den USA die hohen Managergehälter in der Branche, die in der Finanzkrise mit Steuergeldern vor dem Kollaps gerettet wurde.

Eine jüngst vorgelegte Untersuchung des Institute for Policy Studies kam zu dem Ergebnis, dass unter den 500 CEOs mit den höchsten Vergütungen 112 waren, deren Unternehmen zusammenbrachen oder Regierungshilfen erhielten.

Auch in Deutschland gibt es immer wieder Forderungen nach transparenten Managergehältern. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstützt etwa Pläne der EU, zum Teil extrem hohe Bezüge in der Finanzwirtschaft zu begrenzen. Sie finde es zudem "sehr gut", dass die EU nun einen Vorschlag erarbeite, wie nicht mehr allein die Aufsichtsräte, sondern auch die Aktionärshauptversammlungen die Spitzengehälter festlegen können. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier will bis Jahresende einen Vorschlag nach dem Schweizer Modell erarbeiten.


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