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Anti-Herdprämie

Wie Unternehmen Mütter zurück ins Büro locken

Rebecca Eisert, wiwo.de
Siemens zahlt Mitarbeitern mit kleinen Kindern 100 Euro extra für deren Betreuung. So sollen Mütter schneller wieder in den Beruf einsteigen. Was sich Konzerne noch alles einfallen lassen.

Foto: Andres-Rodriguez/Fotolia.com

Siemens legt noch eins drauf

Bei Siemens ist die "Anti-Herdprämie" ein echter Renner. 100 Euro zahlt der Technologiekonzern monatlich extra, wenn Mitarbeiter ihren Nachwuchs in den Kindergarten oder zu einer Tagesmutter schicken und dafür wieder in den Beruf einsteigen. Für Kinder unter 14 Monaten zahlt Siemens sogar 500 Euro pro Monat. Das Angebot gilt bis zur Einschulung der Kinder.
 
Das kommt bei der Belegschaft gut an. Ebenso wie die Kindergartenplätze, die das Unternehmen in eigenen Krippen zur Verfügungen stellt oder in Kooperation mit kommunalen Einrichtungen anbietet.
 
Bis 2015 will Siemens seinen Kinderbetreuungsplätze von aktuell 800 auf dann 2000 steigern. Im ersten Jahr liefen allerdings schon 6000 Anträge auf, so dass Siemens zusätzlich den Zuschuss zu Kinderbetreuung außerhalb der eigenen Krippen einführte.

Betriebseigene Krippenplätze

Mit diesem Angebot nimmt Siemens eine Vorreiterrolle ein. Familienfreundlich sind bereits viele Dax-Konzerne, doch der Zuschuss für die externe Kinderbetreuung ist noch kaum verbreitet, wie eine Umfrage von WirtschaftsWoche Online zeigt.

Die besten Jobs von allen


Um Beruf und Familie besser und einen Hut bringen zu können, setzen die Konzerne vor allem auf betriebseigene Krippenplätze.


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