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Gleichberechtigung

Wie andere Länder Frauen fördern

Handelsblatt/karriere.de
Wirtschaft und Politik in Deutschland diskutieren über bessere Aufstiegschancen für Frauen. Hierzulande sind Führungspositionen fast ausschließlich Männern vorbehalten. Nur drei Prozent der Vorstände sind weiblich. Aber wie sieht es in anderen Ländern aus? Ein Überblick.
Eine Ausnahmeerscheinung: Angelika Dammann sitzt im SAP-VorstandFoto: © PR
Italien: Ähnlich traurig wie in Deutschland sieht es für Frauen in italienischen Vorständen und Aufsichtsräten aus. Eine Quotenregelung gibt es nicht. Nur ganz wenige Frauen schaffen es bis in die Topetage. Dazu zählt die Präsidentin des Industriellenverbands Emma Marcegaglia, Tochter des Gründers des Stahlunternehmens Marcegaglia. Und die Präsidentin der Holding Fininvest, Marina Berlusconi, Tochter des Premiers.Offenbar sind vor allem Familienbande entscheidend. Nur langsam beginnen Unternehmen wie die Großbank Unicredit, Frauen zu fördern.

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Frankreich: Das Parlament hat im Januar 2010 ein Gesetz verabschiedet, wonach bei börsennotierten Unternehmen binnen sechs Jahren 40 Prozent der Aufsichts- oder Verwaltungsrats-Mandate an Frauen gehen müssen. Noch ist das Gesetz nicht in Kraft, die Zustimmung des Senats fehlt.Dennoch zeigt die Initiative bereits Wirkung. In der laufenden Hauptversammlungssaison wurde die Hälfte der neu zu vergebenden Mandate mit Frauen besetzt. Damit steigt ihr Anteil von zehn auf 14 Prozent. Unklar ist aber, ob die Frauenquote vor dem Verfassungsgericht Bestand hätte. 2006 jedenfalls hat das Verfassungsgericht bereits eine Frauenquote in einem Gleichstellungsgesetz abgeschmettert.

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