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Eifersucht im Job ist schädlich
Foto: Alex Shadrin/Fotolia.com
Othello-Syndrom

Wenn Eifersucht das Unternehmen zerfrisst

wiwo.de
Eifersucht kann nicht nur Ehen zerstören, sondern auch Organisationen. Ökonomen haben das "Othello-Syndrom" untersucht und geben Rat, wie man seine Macht brechen kann.
Man kennt ihn aus Shakespeares gleichnamigem Theaterstück: Othello. Der dunkelhäutige Feldherr hat die wunderschöne Desdemona geheiratet, heimlich, hinter dem Rücken ihres Vaters. Doch falsche Andeutungen seines Freundes Jago über die angebliche Untreue Desdemonas treiben Othello immer weiter in die rasende Eifersucht.

Schließlich weiß der tragische Held des Dramas keinen anderen Ausweg, als erst seine Geliebte zu töten und dann sich selbst.

Die Professoren José Ramón Pin und Guido Stein der IESE Business School in Navarra haben nun Shakespeares eifersüchtigen Ehemann als Vorlage genommen und die Profile eifersüchtiger Manager analysiert. Denn in den großen Unternehmen der Welt scheint es oft nicht viel anders zuzugehen als in Shakespeares Drama: Eifersüchteleien und Machtansprüche dominieren vielerorts den Arbeitsalltag.

Unausgeglichene Persönlichkeiten

In den Chefetagen gibt es jede Menge Othellos, die allein getrieben von Eifersucht ihren Mitarbeitern und letztlich dem gesamten Unternehmen schweren Schaden zufügen.

Besonders anfällig, so Pin und Stein, sind Manager mit unausgeglichenen Persönlichkeiten, mangelndem Selbstbewusstsein und zu wenig Selbstvertrauen.

"Unsicherheiten, die durch einen Mangel an Selbstbewusstsein entstehen, führen zu der permanenten Angst, durch jemand anderen ersetzt zu werden, der unter Umständen besser ist", erklären die Professoren das Phänomen.

Übertrieben Kritik

Sie reagieren darauf mit übertriebener Kritik an der Arbeit von Angestellten, um sie zu diskreditieren, sie schließen Konkurrenten von gemeinsamen Meetings aus oder geben ihnen Projekten, an denen Angestellte nur scheitern können.

All das dient dem Zweck, Mitarbeiter vom Erfolg abzuhalten, um so das eigene Prestige zu sichern.


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