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Neueinstellungen

Weniger befristete Job-Verträge

zeit.de
Wegen des Fachkräftemangels stellen Unternehmen wieder häufiger unbefristet ein, fanden Arbeitsmarktforscher heraus.Trotzdem bleibt die Zahl der Befristungen hoch.

Foto: Lucky-Dragon-USA/Fotolia.com

Neue Strategie bei Personalrekrutierung

Unternehmen stellen neue Mitarbeiter wieder öfter unbefristet ein. Allerdings liegt der Anteil der befristeten Verträge weiterhin deutlich höher als noch vor gut einem Jahrzehnt. Das ergab eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

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Nach den Erkenntnissen der Arbeitsmarktforscher lag der Anteil der befristeten Verträge an allen Neueinstellungen im ersten Halbjahr 2011 bei 45 Prozent, im Krisenjahr 2009 waren es dagegen noch 49 Prozent gewesen.

Vor dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise hatten Firmen weniger als 45 Prozent der neu eingestellten Beschäftigten eine befristete Anstellung angeboten. Im Jahr 2001 waren es sogar nur 32 Prozent gewesen. "Die jüngsten Zahlen zeigen, dass Firmen mit der aktuell guten Konjunktur ihre Strategie bei der Personalrekrutierung geändert haben", sagte IAB-Arbeitsmarktforscherin Martina Rebien.

Mitarbeiter zunächst kennenlernen


Um gutes Personal zu finden, böten sie interessanten Kräften öfter als früher unbefristete Arbeitsverträge an. Nach ihrer Erfahrung nutzen Firmen befristete Arbeitsverträge meist, um flexibel auf Auftragsschwankungen reagieren zu können, oder um die Menschen erst kennenzulernen, bevor sie sie dauerhaft an das Unternehmen binden.

Das zeige auch die Übernahme-Statistik, so das IAB. Es steigt – mit Ausnahme eines Einbruchs im Krisenjahr 2009 – der Anteil jener, die nach Ablauf ihres befristeten Vertrags von den Firmen unbefristet eingestellt werden. Habe dieser Anteil im Jahr 2006 noch bei unter 40 Prozent gelegen, so seien es im ersten Halbjahr 2011 bereits 56 Prozent der zunächst befristet Beschäftigten gewesen

Zuerst veröffentlicht auf zeit.de
Dieser Artikel ist erschienen am 08.06.2012

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