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Südafrika

Wenig Sicherheit für Arbeitnehmer

Junge Karriere
Wer nach Südafrika auswandert, muss sich auf Versicherungen der Marke Eigenbau einstellen.
Wenn Peter Senft, Mitarbeiter der Deutschen Botschaft in Pretoria, auf das Sozialversicherungssystem in seinem Gastland angesprochen wird, fällt ihm dazu nur ein altes Sprichwort ein: „Der liebe Gott hat den Deutschen die Uhr gegeben – und den Südafrikanern die Zeit.“Seit Jahren, so Senft, werde über ein neues Rentensystem diskutiert, aber bis es wohl tatsächlich kommt, werden sicher noch ein paar Jahre vergehen, auch wenn jetzt endlich die ersten konkreten Schritte getan werden.

Die besten Jobs von allen

Wer heute nach Südafrika auswandert, findet dort weder eine staatliche Rentenversicherung noch eine Krankenversicherung vor, von staatlicher Pflege- oder Unfallversicherung ganz zu schweigen. Lediglich für den Fall der Arbeitslosigkeit hat der Staat eine gewisse Vorsorge getroffen. Allerdings sind die Zahlungen der „Unemployment Insurance“, in die Arbeitgeber wie Arbeitnehmer jeweils ein Prozent ihres Bruttoeinkommens einzahlen müssen, so gering, dass auch hier Privatinitiative nötig ist, um im Ernstfall über die Runden zu kommen.Die Versicherungen im Einzelnen:

Krankenversicherung

Grundsätzlich ist die ärztliche Versorgung kostenlos. Das heißt jeder, der Hilfe braucht, bekommt sie unentgeltlich in den staatlichen Krankenhäusern. Allerdings: Das Niveau ist schlecht und die Wartezeiten sind lang. Wer westlichen Standard erwartet, muss ein privates Institut aufsuchen – und das kann nur, wer auch entsprechend versichert ist.

Darüber hinaus wird von Einwanderern ohnehin erwartet, dass sie ihren Krankenschutz privat absichern, die Beiträge werden entsprechend steuerlich begünstigt.

Deutsche Krankenkassen bieten grundsätzlich keine Verträge an, die in Afrika zeitlich unbegrenzt gelten. Wer also hierzulande alle Brücken abbricht und nicht nur für ein paar Jahre den Kontinent wechselt, muss eine dortige Gesellschaft wählen oder eine internationale Krankenversicherung abschließen, wie sie beispielsweise die in Irland ansässige Allianz Worldwide Care (www.allianzworldwidecare.com) oder die dänische International Health Insurance (www.ihi.com) anbieten. Für einen Mann zwischen 25 und 35 kostet das zum Beispiel rund 2.500 Euro jährlich. Deutlich günstiger sind südafrikanische Versicherungen wie Discovery Health (www.discovery.co.za), Momentum Health (www.momentumhealth.co.za) oder Fedhealth (www.fedhealth.co.za), die dann aber auch nur in Südafrika selbst gelten.

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