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Was Manager aus Kinderbüchern lernen können
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Ungewöhnliche Erfolgstipps

Was Manager aus Kinderbüchern lernen können

Julia Gurol, wiwo.de
Der Alltag im Job ist häufig hektisch und komplex – dabei ist die richtige Entscheidung ebenso oft simpel und naheliegend. So wie in Kinderbüchern. Die wichtigsten Lektionen von Michel, Momo und Co.
1. Michel aus Lönneberga

Der blonde Schwede ist ein echter Lausejunge, dabei hat er nie Böses im Sinn. Doch durch seine Kreativität passieren ihm ständig Dinge, die seinen Eltern missfallen. Trotzdem ist er beliebt und am Ende wird auch etwas Anständiges aus ihm.

Die Moral von der Geschicht: Neugier und Einfallsreichtum führen oft zum Ziel, wenn auch auf Umwegen.

Vorbild aus der Wirtschaft: viele. Zum Beispiel der 3-M-Angestellte Spencer Silver. Beim Versuch, einen Klebstoff widerstandsfähiger zu machen, erfand er aus Versehen ein Material, dessen Klebkraft mit der Zeit nachließ. Später wurde daraus dann das berühmte Klebezettelchen Post-it.

2. Momo

Das kleine Mädchen kämpft gegen eine Übermacht von Zeitdieben, den "grauen Herren". Sie rauben den Menschen Lebenszeit – und damit die Freude am Leben. Verzweifelt versuchen die Menschen, Zeit an sich zu raffen und zu sparen – und werden dabei immer unglücklicher. Mit Mut und der Hilfe guter Mächte gelingt es Momo am Ende dennoch, die grauen Herren zu besiegen.

Die Moral: Zeit lässt sich nicht sparen, man lebt nur einmal. Deswegen sollten Sie bei allem beruflichen Ehrgeiz auf Ihre Work-Life-Balance achten.

Vorbild: Robert Laube, Chef des IT-Beraters Avanade. Damit sich Beruf und Freizeit die Waage halten, verbannte der Manager beispielsweise seine E-Mails vom Handy. Außerdem nimmt er sich jeden Morgen Zeit, mit seinen Kindern zu frühstücken und sie in die Schule und den Kindergarten zu fahren.

3. Frau Holle

Zwei Schwestern, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Die eine ist bescheiden, die andere hochnäsig. Trotzdem muss die höfliche, ältere Schwester arbeiten, während die faule, kleine Schwester spielt. Zwar fühlt sich die Ältere benachteiligt und weniger geliebt. Doch diese Enttäuschung motiviert sie nur noch mehr – und so kehrt sie am Ende mit guten Zeugnissen von der Arbeit nach Hause.

Die Moral: Bescheidenheit, Höflichkeit und Fleiß zahlen sich aus.

Vorbild: Hans Günther Ullrich machte Konzernkarriere und schaffte es in Führungsetage des internationalen Autozulieferers Eberspächer. Doch sein Beruf machte ihm immer weniger Spaß. Eines Tages kündigte er und ließ sich zum Priester ausbilden. Heute hat er weniger Geld – aber verspürt mehr Glück.

4. Der Hase und der Igel

Bei einer zufälligen Begegnung lernen sich der Hase und der Igel kennen. Dabei macht sich der Hase über die krummen Beine des Igels lustig. Dieser fordert ihn zu einem Wettrennen heraus. Siegessicher startet der Hase in das Rennen.

Doch: Der Igel hat sich einen Trick ausgedacht: Er läuft nach dem Start nur ein paar Schritte, hat aber am Ende der Strecke seine ihm zum Verwechseln ähnliche Frau platziert. Als der siegessichere Hase ins Ziel stürmt, wird er dadurch getäuscht. Mehr noch: Er kann die vermeintliche Niederlage nicht akzeptieren, fordert den Hasen mehrmals zur Revanche – bis er irgendwann vor Erschöpfung zusammenbricht.

Moral: Gewusst wie! Kreativität macht sich bezahlt.

Vorbild: Die US-amerikanische Firma NMC Norfolk Men’s Clinic Marketing. Weil das Potenzmittel Viagra in den USA rechtlich umstritten ist, hat sich die NMC-Gründerin Anita Yates einen Trick ausgedacht: Die Viagra-Bestellung erfolgt über einen Rechner in Australien und wird von NMC nach Rumänien weitergeleitet. Die Osteuropäer senden die jeweiligen Rezepte dann wieder in die USA. Da die Einreichung ausländischer Rezepte nicht verboten ist, ist der Verkauf von Viagra auf diesem Weg völlig legal.

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