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Was ist am Arbeitsplatz eigentlich erlaubt?
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Arbeitsrecht

Was ist am Arbeitsplatz eigentlich erlaubt?

Kerstin Dämon, wiwo.de
Immer wieder müssen Arbeitsgerichte entscheiden, wann eine Kündigung gerechtfertigt ist und was Arbeitnehmer während der Arbeit alles dürfen. Dabei ist die Sache simpel. Angestellte dürfen arbeiten. Sonst nichts.
Immer wieder streiten sich Unternehmen und ihre Angestellten vor Gericht über Fragen aus dem Arbeitsalltag: Gehört das Anziehen des orangen Overalls für Müllwerker zur Arbeitszeit oder ist das Freizeitspaß? Und wie ist es mit dem Versicherungsvertreter, der morgens einen Anzug anzieht und sich die Krawatte bindet, bevor er aus dem Haus geht? Kann er die Zeit, die er dafür braucht, abends abziehen und früher Feierabend machen? Wenn der Schreibtisch nicht so groß oder das Büro nicht so warm ist, wie in den entsprechenden Richtlinien vorgesehen, darf man dann einfach zuhause bleiben?

Darf jemand während der Arbeitszeit zum Arzt gehen, seinen Urlaub buchen, sich Pakete ins Büro schicken lassen und mit der Freundin oder dem Ehemann telefonieren oder eine Nachricht schicken? Und ist es okay, wenn Arbeitgeber eine langjährige Mitarbeiterin entlassen, weil sie ein vor sich hintrocknendes Brötchen aus der Kaffeeküche genommen hat? Andere Fälle gab es natürlich auch mit Frikadellen, Fertigsuppen und Pfandbons. Medienwirksam wurde derartige Fälle in den letzten Jahren aufbereitet, von Bagatellkündigungen war die Rede.

Aber: Sowohl dahinter als auch hinter vielen anderen Regelungen wie "Verbot der privaten Internetnutzung während der Arbeitszeit", die einem rückständig vorkommen mögen, verbirgt sich ein ganz einfacher Grundsatz:

  • Arbeitnehmer sollen arbeiten und sich nicht privat vergnügen.

  • Sie dürfen ihren Arbeitgeber nicht bestehlen

 

Noch nicht mal dessen Strom, um ihr Handy aufzuladen – es sei denn, es ist ein Dienstgerät.

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