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Rund 1,5 Milliarden Menschen weltweit sprechen Englisch.
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Englischkenntnisse im Job

Was Chefs noch von ihren Mitarbeitern lernen können

Kerstin Dämon, wiwo.de
Wer im Vorstand eines Unternehmens sitzt, muss sehr gut Englisch können? Offenbar nicht. Häufig sprechen die Indianer besser als der Häuptling. Auch die Internationalität einer Branche sagt wenig über die Sprachkenntnisse.
Rund 1,5 Milliarden Menschen weltweit sprechen Englisch. Je nachdem, welche Quelle man heran zieht. Ziemlich sicher ist, dass weltweit etwa 375 Millionen Menschen leben, deren Muttersprache Englisch ist. Hinzu kommen noch all die Zweit- und Drittsprachler, die die Weltsprache in der Schule gelernt oder sie sich selbst beigebracht haben. Deren Zahl schwankt – abhängig vom Grad der Sprachkenntnis – zwischen weniger als 200 Millionen bis über eine Milliarde Menschen. Fakt ist: Da Englisch in ganz vielen Ländern schon in der Schule als Zweitsprache gelehrt wird, durch die Kolonialisierung der Briten weit verbreitet wurde und häufig zweite Amtssprache ist, ist es tatsächlich die am häufigsten gesprochene Sprache der Welt. Besonders im Kontakt mit Kunden, Partnern oder Zulieferern aus anderen Ländern ist Englisch die Lingua franca. Entsprechend wichtig sind entsprechende Sprachkenntnisse im beruflichen Alltag.

Ob es nun der Zulieferer aus Japan, das Back-Office in Osteuropa oder die Konzernmutter in Spanien ist: Wer nicht zig Sprachen lernen möchte, um mit Geschäftspartnern zu kommunizieren, fährt mit Englisch am besten. Trotzdem gibt es bei den Sprachkenntnissen innerhalb der deutschen Unternehmen und auch zwischen den Branchen große Unterschiede, wie der English Proficiency Index for Companies (EF EPI-c) von EF Education First zeigt.

Mitarbeiter aus europäischen Ländern schneiden im weltweiten Vergleich am besten ab

Der Anbieter für internationale Bildungsprogramme nimmt regelmäßig die Englischkenntnisse der Weltbevölkerung unter die Lupe und vergleicht nun zum dritten Mal das Englisch-Sprachniveau von Unternehmen weltweit. Für den aktuellen EF EPI-c wurden 510.000 Angestellte aus 2.078 Betrieben aus 16 Branchen getestet.

Allerdings handelt es sich bei diesen Teilnehmern aus rund 40 Nationen um Menschen, die freiwillig an dem umfangreichen Test von EF teilgenommen haben. Das ändert zwar nichts an der beachtlichen Teilnehmerzahl, wohl jedoch an der Repräsentativität der Gruppe, wie auch Niklas Kukat, Geschäftsführer von EF Deutschland, einräumt: "Wer gar kein Englisch kann, nimmt an einem solchen Test wahrscheinlich nicht teil."

Trotzdem gibt es auch unter denen, die Englisch so gut beherrschen, dass sie an einem solchen Test teilnehmen, große Unterschiede: Weltweit sind die Sprachkenntnisse einfacher Mitarbeiter – unabhängig von der Branche – eher mittelmäßig. Regional betrachtet schneiden die Mitarbeiter aus europäischen Ländern jedoch am besten ab. Die lateinamerikanischen Staaten bilden dagegen das Schlusslicht.

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