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Brainstorming

Warum kluge Menschen dumme Ideen verteidigen

Daniel Rettig, wiwo.de
Die meisten Menschen finden ihre eigenen Ideen besonders originell – und reagieren selbst bei begründeter Kritik trotzig. Wie lässt sich dieses Dilemma lösen? Eine neue Studie hat es herausgefunden.

Foto: liveostockimages/Fotolia.com

Verliebt in persönliche Geistesblitze

Eigentlich ist alles ganz einfach: Unternehmen sind auf neue Ideen der Mitarbeiter angewiesen. Und so ist es kein Wunder, dass die Angestellten in Besprechungen und Konferenzen mit Einfällen glänzen wollen. Einerseits

Andererseits suchen sie nicht gemeinsam nach der besten Lösung, sondern bevorzugen vor allem eigene Geistesblitze (und machen die anderen entsprechend schlecht). "Not-invented-here-Syndrom" heißt das im Fachjargon.

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Flapsig ausgedrückt: Die eigenen Einfälle finden wir dufte, die der anderen dämlich. Und wenn jemand etwas an unseren Ideen auszusetzen hat, reagieren wir ablehnend und trotzig.

Produkt als Teil der eigenen Identität

Dahinter steckt das Prinzip des psychologischen Eigentums. Wenn wir Urheber einer Idee sind – egal ob materieller oder ideeller Natur –, bilden wir zu ihr eine besondere Beziehung. Denn wer sich körperlich oder geistig angestrengt hat, fühlt sich dem Produkt stärker verbunden. Es wird, übertrieben formuliert, zu einem Teil unserer Identität. 

Das kann einerseits positive Folgen haben. Wir engagieren uns stärker, weil uns die Idee am Herzen liegt – und sind offener für Kritik. Andererseits mündet hohe Identifikation nicht selten in Kritikresistenz. Selbst gut begründeten Widerspruch empfinden wir dann nicht nur als Angriff auf die Idee, sondern auch auf uns selbst.



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