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Frauenquote

Vorzeige-Managerinnen auf dem Absprung

Manfred Engeser, Jenny Niederstadt | wiwo.de
Noch nie sind in so kurzer Zeit so viele Frauen in die Top-Etagen deutscher Unternehmen eingezogen. Viele der Vorzeige-Managerinnen aber haben ihre Sachen schon wieder gepackt – manche stießen auf die Ablehnung der Männer, andere waren zu ungeduldig. Oder einfach nicht qualifiziert genug für den Job an der Spitze.

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Erste Frau im Vorstand bei HSE

Als die Entscheidung Mitte Oktober offiziell verkündet wurde, herrschte eitel Sonnenschein: "Ausgezeichnete Wahl“, lobte der damalige Vorstandsvorsitzende Albert Filbert, von einer "Idealbesetzung" sprach Walter Hoffmann, damals Aufsichtsratsvorsitzender des Darmstädter Energieversorgers HSE.

Unter seiner Federführung hatte das Gremium mit großer Mehrheit gerade Christine Scheel in den Vorstand berufen, als erste Frau in der Historie des kommunalen Unternehmens.

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Chefkontrolleur Hoffmann lobte "Verhandlungsgeschick" und "sympathische Ausstrahlung" der 55-Jährigen.

Standesgemäß mit Blumen

Die sollte nun, nach 17 Jahren als Bundestagsabgeordnete und Finanzexpertin der Grünen, im HSE-Vorstand nicht nur den Bereich regenerative Energien, Medienarbeit und Compliance betreuen. Sondern als Teil einer neuen Dreierspitze das Unternehmen repräsentieren.

Dienstbeginn: 1. Februar 2012, standesgemäß, mit Blumenstrauß in der Hand und einem Lächeln im Gesicht.

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