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Karrierecoachings
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Karrierecoachings

Von Professionalität und Scharlatanerie

Kerstin Dämon, wiwo.de
Ideen, Rat und Karrierehilfe: Für alles gibt es Coachings. Die Zahl der Erfolgsratgeber wächst sekündlich und der Bedarf steigt. Das Problem: Coach nennen kann sich fast jeder.
Von "Tschakka, du schaffst es!" bis "Erkenne Dich selbst" – der Weg zur großen Karriere führt, so scheint es, zwangläufig über Ratgeber und Coaches. Der Großteil der Angebote richtet sich an Führungskräfte und solche, die es werden wollen. Aber auch für den unzufriedenen Durchschnittsmalocher ist einiges dabei.

So richtet sich das neue Buch von Karrierecoach Svenja Hofert "Was sind meine Stärken – Entdecke, was in dir steckt", an alle, die definieren wollen, was sie gut können. Wer sich beruflich neu orientieren möchte oder bei einer entsprechenden Frage im Vorstellungsgespräch nicht dumm dastehen will, sollte auf diese Frage eine Antwort haben. Ob mit oder ohne Hoferts Stärkennavigator.

Steigender Bedarf an Coaches

Auch bei der ehemaligen Handballnationalspielerin Ilka Piechowiak geht es um die Konzentration auf die eigenen Stärken und Fähigkeiten. Diese seien der Schlüssel zum persönlichen Erfolg im Führungsalltag. Nach 20-jähriger Erfahrung im internationalen Management, unter anderem als Marketingleitung der Firma Miele Professional, berät sie Manager, Führungskräfte und selbstständige Unternehmer.

Und der Bedarf nach diesen Externen, die helfen, karriererelevantes nach Außen zu kehren, ist groß. 2013 schon ging eine Studie davon aus, dass rund 8.000 Coaches in Deutschland tätig sind. Laut der International Coach Federation liegt der Umsatz der Coaching-Branche weltweit bei 1,9 Milliarden Dollar. "Immer mehr Menschen kommen in eine Karriereberatung, die nicht nur von einer sinnvollen Tätigkeit träumen, sondern diesen Wunsch auch wahr werden lassen wollen", so Petra Perlenfein von der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung (DGfK).

Klienten werden immer jünger

Die Kunden seien in der Regel zwischen 41 und 50 Jahre alt und festangestellt. Berufseinstieg und die ersten Beförderungen haben diese Klienten also hinter sich. Jetzt suchen sie Rat für die nächsten Schritte. Um Fehler auszubügeln kommt offenbar kaum jemand. Doch das Bild des Klienten wandelt sich. "In der letzten Zeit beobachten wir die Tendenz, dass vermehrt jüngere Menschen mit wenigen Jahren Berufserfahrung in die Beratung kommen. Sie nutzen unsere Expertise, um ihre berufliche Entwicklung gezielt und vorausschauend zu planen", sagt Perlenfein.

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