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Interview zu Kündigung und Gegenangebot

"Vom Zocken würde ich abraten"

Teil 2: Unannehmlichkeiten einschätzen


Foto: Kzenon/Fotolia.com

Ein höheres Gehalt ist ja meistens mit besseren Karrieremöglichkeiten verbunden. Was kann der Mitarbeiter fordern?

Ist der Mitarbeiter beispielsweise der Meinung, dass ein anderer eine Chance bekommen hat, die er selber gerne wahrgenommen hätte, kann er das äußern und danach fragen, welchen nächsten Schritt er im Unternehmen gehen könnte, welche Verantwortung ihm übertragen wird und mit welchem finanziellen Paket das verknüpft sein könnte.

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Das wird der Arbeitgeber verstehen und bestimmt auch entsprechende Vorschläge machen. Denn ein weiteres Mal will er sich nicht die Blöße geben, um erneut via Kündigung korrigiert zu werden.

Welche weiteren Überlegungen könnten einen Mitarbeiter zum Bleiben überzeugen?

Je eindeutiger und je monokausaler der Kündigungsgrund ist, desto eher wird das Unternehmen mit seinem Gegenangebot erfolgreich sein können. Aber wie schon gesagt: Hängt es am schwierigen Chef, an der grundsätzlichen Unternehmensstrategie oder vielleicht auch am Ort, der die Work-Life-Balance gefährdet, weil der Mitarbeiter zu anstrengende Arbeitswege in Kauf nehmen muss – dann sollte der wechselwillige Mitarbeiter sich auch nicht von einem höheren Gehalt locken lassen.

Denn er muss mit all diesen Unannehmlichkeiten weiter in seinem Arbeitsleben klar kommen.


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