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Personalmanagement

Vielfalt im Job – ein Wettbewerbsvorteil?

Ferdinand Knauß, wiwo.de
Frauen werden fleißig gefördert. Ältere Mitarbeiter und Ausländer kommen dagegen zu kurz, behauptet eine Studie über die Diversity-Maßnahmen in deutschen Unternehmen. Die Erfolge solcher Maßnahmen sind zweifelhaft.

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Hoffnung auf wirtschaftliche Vorteile

Es ist zur Zeit in jeder Personalabteilung der letzte Schrei: Diversity & Inclusion (Vielfalts- und Einbeziehungsmanagement). 95 Prozent der deutschen Firmen haben Programme zur Förderung von Frauen und Mitarbeitern fortgeschrittenen Alters oder ausländischer Herkunft, zeigt eine Studie der Beratung Roland Berger.

Die Motivation für diese Programme sei nicht moralischer Natur, behaupten die Macher der Studie, die in 21 Großunternehmen ausführliche Befragungen durchführten.

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Nicht der gesellschaftliche Trend treibe die Diversity-Programme an, sondern die Hoffnung auf wirtschaftliche Vorteile, wie etwa besseren Zugang zu neuen, lukrativen Märkten oder die Möglichkeit, Talente zu gewinnen. Dagegen spricht allerdings, dass die Unternehmen selbst oft kein großes Interesse an den handfesten Ergebnissen ihrer Vielfaltsmaßnahmen zeigen.

Über die Ziele uneins

Die finanziellen Effekte der Maßnahmen werden in den Unternehmen "kontrovers diskutiert", räumt die Studie ein." Finanzielle Effekte waren nie das Ziel.

"Wir sehen absehbar auch keine", sagt zum Beispiel ein Studienteilnehmer. "Warum soll D&I mit Ergebnissen verknüpft werden?


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