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Kreativität im Job

Viel zu wenig Eigeninitiative

Daniel Rettig, wiwo.de
Deutschland, Land der Dichter und Denker? Denkste. Einer neuen Umfrage zufolge ist es mit der Kreativität in deutschen Büros nicht allzu weit her.

Foto: lassedesignen/Fotolia.com

Eigenständiges Arbeiten unerwünscht?

Es ist jetzt zwei Jahre her, da veröffentlichte der IT-Konzern IBM eine erstaunliche Umfrage: Mehr als 1500 Manager aus 60 Ländern und 33 Branchen gaben Auskunft darüber, welche Führungsqualität sie künftig für die wichtigste hielten.

Auf Platz eins landete mit weitem Abstand: Kreativität.

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Es scheint fast so, als sei das in deutschen Unternehmen noch nicht angekommen. Das legt zumindest eine neue Studie der Personalberatung von Rundstedt HR Partners nahe, die jetzt veröffentlicht wurde.

Mehr als 9000 Arbeitnehmer aus 16 Ländern in Europa, Russland und den USA machten darin Angaben zu ihrem Arbeitsalltag. Die Ergebnisse aus Deutschland sind mehr als ernüchternd. Demnach glauben lediglich vier Prozent der Arbeitnehmer hierzulande, dass ihr Arbeitgeber eine eigenständige Arbeitsweise erwartet. Im internationalen Durchschnitt sagten das immerhin 16 Prozent.

Mangel an Motivation

Ähnlich war das Fazit beim Thema Innovationsfähigkeit: Lediglich neun Prozent der deutschen Arbeitnehmer fühlen sich zu innovativem Arbeiten angehalten.Stattdessen sagten die meisten Befragten, dass ihr Arbeitgeber vor allem auf Qualität (59 Prozent), Flexibilität (55 Prozent) und Produktivität (46 Prozent) poche

Deutschland, das Land der Dichter und Denker? Eher nicht, resümiert auch Beratungschefin Sophia von Rundstedt. Die Umfrage mache deutlich, dass die Mitarbeiter sich nicht dazu angespornt fühlten, neue Ideen einzubringen. Umso wichtiger sei es, die Angestellten durch eine Vertrauenskultur zu Eigeninitiative zu ermutigen

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 02.07.2012

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