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Umfrage

Unternehmen spüren die Hitze

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Die Hitzewelle hinterlässt auch in der deutschen Wirtschaft ihre Spuren. Jedes zweite Unternehmen spürt die Auswirkungen der hohen Temperaturen auf seine Geschäftsstätigkeit. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage unter 229 mittelständischen und großen Unternehmen.
Derzeit allgegenwärtig in deutschen Büros: VentilatorenFoto: © Cyril Comtat - Fotolia.com
Die in den vergangenen Wochen anhaltend hohen Temperaturen über der 30-Grad-Marke haben auch in der deutschen Wirtschaft ihre Spuren hinterlassen. Jedes zweite Unternehmen spürt die Auswirkungen der hohen Temperaturen auf seine Geschäftsstätigkeit. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) unter 229 mittelständischen und großen Unternehmen.Peter Bartels, Leiter des Geschäftsbereichs Familienunternehmen und Mittelstand bei PwC, sagt: "Jeder fünfte Befragte berichtete, dass die Betriebsabläufe durch die hohen Temperaturen beeinträchtigt sind. Die Bandbreite reicht von sinkender Produktivität der Mitarbeiter bis hin zu längeren Maschinenstillstandszeiten aufgrund von hitzebedingten Reparaturen." Allerdings halten sich die Umsatzeinbußen noch im Rahmen: Neun Prozent der Großunternehmen und nur sechs Prozent des Mittelstands sind bisher betroffen.

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12 Prozent der mittelständischen Unternehmen verzeichneten zuletzt sogar eine hitzebedingte Sonderkonjunktur, etwa der Getränke- und Textileinzelhandel oder Ventilatoren- und Klimaanlagenhersteller. Eine Zunahme beklagt die Wirtschaft allerdings beim Krankenstand. 16 Prozent der Großunternehmen verzeichnen vermehrt Krankmeldungen, im Mittelstand sind es sieben Prozent.Außerdem nutzen viele Beschäftigte das schöne Wetter, um kurzfristig Urlaub zu nehmen. Bei 21 Prozent der Groß- und 16 Prozent der mittelständischen Unternehmen stieg die Urlaubsquote durch spontane Ferien der Mitarbeiter deshalb an.Ventilatoren und Getränke für die MitarbeiterAm Arbeitsplatz zeigen die deutschen Unternehmer Herz für ihre Mitarbeiter: Mehr als jeder zweite Chef hat seinen Beschäftigten angesichts der Hitze Ventilatoren gekauft. Durstlöscher gehören bei zwei Drittel aller Befragten zum selbstverständlichen Service, um den Beschäftigten das Arbeiten zu erleichtern. Schwerer tun sich die Unternehmen indes mit einem an die hohen Temperaturen angepassten Umgang mit Bekleidungsvorschriften, Arbeitszeit und vor allem dem Arbeitsort. Bartels: "Eine Lockerung der Kleiderordnung oder eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten kommt jeweils für die Hälfte der Unternehmen nicht in Frage. Das Angebot, Aufgaben von zu Hause zu erledigen, erhalten dagegen nur fünf Prozent der Mitarbeiter."Nicht nur die Hitze beeinträchtigt den Geschäftsverlauf der deutschen Unternehmen. Auch der kalte vergangene Winter hat sich in den Bilanzen niedergeschlagen. Jeder vierte Befragte sieht sein Geschäftsergebnis durch die lange Kälteperiode beeinflusst. Drei Viertel der befragten Unternehmen ist davon überzeugt, dass es in Deutschland künftig häufiger zu extremen Wetterlagen kommen wird.Lesen Sie auch Dresscode für den Bürosommer
Dieser Artikel ist erschienen am 23.07.2010

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