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Gehälterstudie

Ungerechte Vergütung?

Claudia Obmann
Führungskräfte verlangen mehr Verlässlichkeit bei den Boni. Gegen Ungerechtigkeit und Willkür bei den Zielvorgaben macht sich Unmut breit.
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Foto: v.hujer/SXC

Willkür bei den Zielvorgaben

Ein heftiges Auf und Ab bei der Auszahlung ihrer Boni haben viele deutsche Manager in den vergangenen beiden Jahren erlebt: Während sie bei ihren Salären in der Wirtschaftskrise teilweise starke Einbußen hinnehmen mussten, sorgte die für 2010 in vielen Konzernen zurückhaltendere Planung der Zielvorgaben dafür, dass etliche Führungskräfte diese nun übertreffen konnten und im Frühjahr 2011 besonders üppige Boni einstrichen.
 
„Das Thema Entlohnung ist ein heißes Eisen. Auf breiter Front wird darangegangen, die Vergütungssysteme neu zu ordnen“, sagt Hans-Georg Blang, Mitglied der Geschäftsleitung der Management-Beratung Kienbaum. „Etwa 70 bis 80 Prozent der klassischen deutschen Industrieunternehmen haben Handlungsbedarf“, meint der Experte.

Denn gegen Intransparenz und Ungerechtigkeit der Vergütung sowie Willkür und Wildwuchs bei den Zielvorgaben regt sich Unmut. Kein Wunder, fiel doch bei insgesamt 40 Prozent von den über 4500 befragten Führungskräften der Bonusanteil im Jahre 2010 geringer aus als im Jahr zuvor.
 
Gebeutelte Banker

Eine vom Berufsverband „Die Führungskräfte“ erstellte Gehälterstudie, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, ergab, dass Bank-Manager besonders gebeutelt waren. Sie mussten im Schnitt Einbußen von 23.000 Euro hinnehmen.

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Auf Platz zwei folgten die Führungskräfte der Autoindustrie mit 19.000 Euro und Stahlmanager mit 16.000 Euro.

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