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Quereinstieg in den Job
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Quereinsteiger

Unentdecktes Potenzial im Personalmanagement

Teil 2: Im Vertrauen auf die Personalvermittler

Wo zum Beispiel?

Aus Bewerbersicht etwa bei den vielen Geisteswissenschaftlern, die ihr Studium mit Leidenschaft zu Ende gebracht haben, aber keine Chance auf eine Stelle bekommen. Sie wechseln aus der Not in andere Bereiche.

Aus Unternehmersicht nenne ich hier die Pflegekräfte: Da entsteht der Zwang, neben voll ausgebildetem Pflegepersonal in Teilbereichen auch Personal zuzulassen, das nicht eine 100 Prozent Qualifikation einer ausgebildeten Pflegekraft besitzt, aber sicher und schnell in Grundfunktionen der Pflege geschult werden kann. Ähnlich sieht es im Gastgewerbe aus, wo es eine extreme Bereitschaft gibt, auf komplette Fachausbildungen zu verzichten und Jobs den Kompetenzen der Bewerber anzupassen.

Trotzdem tut sich erst wenig in dieser Richtung.

Die Unternehmen müssen sich der Vielfalt öffnen. Und auch gewerkschaftlicher Vertreter müssen Ausnahmen zulassen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Wie lässt sich der Wille dazu bei den Personalern steuern? Haben Sie eine Idee?

Grundsätzlich herrscht auf der Personalschiene diesbezüglich zu wenig Selbstverantwortung. Es bedarf derzeit immer noch zwischengeschalteter Arbeitsberater, Personalvermittler, Headhunter, die sagen: "Da ist jemand, der von der fachlichen Passung Lücken hat, aber von der Persönlichkeit ideal ins Unternehmen passt und das Potenzial hat, sich einzuarbeiten." Personaler vertrauen dann ihren Personalvermittlern, die als Branchenvertreter die Fachexpertise besitzen und gleichzeitig den Personaler aus der Schusslinie ziehen. Sie sind die 'Rückfahrkarte' für die Personaler, sollte eine solche Empfehlungen dann einmal nicht passen.


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