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Perspektiven für Banker

Unbeeindruckt von der Krise

Jenny Niederstadt
Die Banken stellen wieder ein und streiten sich um die besten Köpfe: Doch der Weg der Neueinsteiger wird steiniger sein als zuvor. Wir zeigen, wie Absolventen trotzdem mit Erfolg bei Banken und Versicherungen starten.

Foto: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com/Pixelio

Karriere trotz Krise

Die Fotos erwischen ihn in Schweden, als er die Zeitung aufschlägt. Darauf: ratlose Banker, unter dem Arm einen Pappkarton, vollgestopft mit den wichtigsten Habseligkeiten aus ihrem Büro. Es sind die geschassten Mitarbeiter des US-amerikanischen Bankhauses Lehman Brothers; ihre Bilder werden 2008 weltweit zum Symbol für die fragile Bankenlandschaft

Als Eike-Christian Frerichs sie sieht, ist er 25 Jahre alt und studiert an der School of Economics and Management im schwedischen Lund. Sein Berufsziel: Banker. Beunruhigten ihn die Fotos? "Nein, ich habe damals ja noch mitten im Studium gesteckt und war mir sicher: Bis ich eine Stelle suche, ist das vorbei", erinnert sich der 28-Jährige.

Die besten Jobs von allen


Frerichs wartet ab – und behält Recht: Sein Einstieg als International Trainee bei Unicredit gelingt 2010 mühelos im Anschluss an seinen Master. Und jetzt, ab November, wird er auf seine Wunschposition im Corporate Finance Advisory übernommen

Widersprüchliches Bild

Traumkarrieren wie diese sind in den Geldinstituten auch in Krisenzeiten möglich. Rechnen dürfen Bewerber damit aber nicht mehr. Zu widersprüchlich ist das Bild, das die Finanzbranche ihnen bietet.

Auf der einen Seite die schlechten wirtschaftlichen Nachrichten: Die Kreditinstitute leiden an der Schuldenkrise, ihre Aktienkurse sacken ab, auch renommierte Häuser produzieren Negativschlagzeilen über verzockte Milliarden und Entlassungen im großen Stil. Auf der anderen Seite aber suchen gerade die deutschen Banken wieder junge Talente – und das massiv


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