Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Im Großraumbüro die Etikette wahren.
Foto: contrastwerkstatt/Fotolia.com
Arbeits-ABC

Überlebenstipps fürs Großraumbüro

Kerstin Dämon, Lin Freitag , wiwo.de
Im Großraumbüro arbeitet man nicht, weil man viel Wert auf wenig Privatsphäre und großen Lärm legt. Ein launiger Ratgeber, wie alle Beteiligten das Abenteuer Großraumbüro möglichst unbeschadet überstehen.
Es ist zu kalt, zu warm, zu laut, zu hektisch: In Großraumbüros gibt es immer irgendetwas, das die Konzentration stört. Wenn es aber keine Einzelbüros gibt, heißt es, sich mit der Frostbeule oder dem Frischluftfanatiker arrangieren und die Tratschtante ignorieren. Wenn sich alle Beteiligten an ein paar Regeln halten, kann die Käfighaltung allerdings ein bisschen angenehmer werden. Rücksichtnahme heißt das Zauberwort.

Knigge für das Großraumbüro


A wie Abstand

Im Großraumbüro sitzen die Menschen selten freiwillig zusammen oder weil sie sich besonders sympathisch sind – sondern, weil sie es müssen. Deshalb ist es wichtig, den Abstand zur Intimsphäre der Kollegen zu wahren. Der beträgt rund 80 Zentimeter. Absolut tabu: Sich auf den Schreibtisch des Kollegen zu setzen.

B wie Bürohund

Ob Windhund oder Mops: Rein rechtlich liegt es in der Hand des Arbeitgebers, ob ein Hund im Büro erlaubt ist oder nicht. Studien belegen, dass die Anwesenheit von Hunden das kollegiale Klima befördert und das Wohlbefinden der Mitarbeiter fördert. Einerseits. Doch Hunde haben nicht nur weiches Fell und lassen sich ohne Unterlass streicheln – sie bellen schon mal und riechen auch nicht immer angenehm. Wen das stört oder wer gar unter einer Hundehaarallergie leidet, sollte den Kollegen darauf aufmerksam machen. Und zur Not auch den Chef mit ins Boot holen.

C wie Choleriker

In fast jedem sozialen Gefüge gibt es besondere Charaktere, die einen besonderen Umgang erfordern – zum Beispiel Choleriker. Das Tückische: Der Ausbruch kommt oft völlig unerwartet. Ist es dann so weit, sollte man nicht noch Feuer ins Öl gießen. "Spielen Sie den Anlass nicht herunter, aber geben Sie auch nicht zu stark Kontra", rät Knigge-Experte Horst Hanisch. Etwa indem man dem unreifen Schreihals zumindest in einigen Punkten recht gibt.

Fair Company | Initiative

 

Themen im Überblick