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Mein Gehalt

Top nur für Bewerber der Spitzenklasse

Anne Koschik
Juristen müssen zwar nicht arbeitslos werden und können sich jederzeit ihr Rechtsanwaltsschild vor die Tür hängen – reich werden damit allerdings die wenigsten. Wirkliche Spitzeneinkommen erzielen meist nur die Top-Kandidaten in den großen Wirtschaftskanzleien. Der große Durchschnitt liegt nach fünf Jahren Berufserfahrung bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 4.100 Euro.
Foto: G. Altmann/Pixelio
Selbstständige Rechtsanwälte gibt es zur Genüge, was sich von den wirklich einträglichen Mandaten nicht behaupten lässt. In kleinen spezialisierten Kanzlei-Boutiquen sieht es da schon besser aus. Wirkliche Spitzeneinkommen zahlen die großen Wirtschaftskanzleien, bei denen bereits Einsteiger Gehälter zwischen 80.000 und 100.000 Euro serviert bekommen, wie die Azurliste des Juve-Verlags verdeutlicht. Der Trend verlagert sich dort allerdings weg von automatischen Gehaltssteigerungen, den „Associate Locksteps“, zu stärker leistungsbezogener Vergütung. Eine Gehaltskarriere können Juristen allerdings auch in Konzernen hinlegen – vorausgesetzt sie fokussieren sich nicht allein auf die Rechtsabteilungen. Mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von 42.000 Euro/Jahr stehen angestellte Juristen auch nicht unbedingt schlecht da. Dass der Gehaltsdurchschnitt nach fünf Jahren bei nur 49.200 Euro liegt, sagt allerdings etwas über die Karrieremöglichkeiten aus. 
Gehalt Jurist (Uni)*
Einsteiger: 3.500 Euro
Young Professionals: 4.100 Euro
* Die Daten hat der Arbeitsmarktforscher Dr. Reinhard F. Kraus ermittelt. Er beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Entwicklung der Gehälter und Vergütungen in Deutschland.


Die besten Jobs von allen

Regional weichen die Gehälter deutlich ab. Einsteiger können in den neuen Bundesländern 2.600 Euro erwarten, in den nördlichen Bundesländern 3.289 Euro. Am meisten lässt sich mit 3.520 Euro Einstiegsgehalt im Süden und Westen Deutschlands verdienen. 


So hat sich das Gehalt von Juristen über die Jahre verändert

Nur unwesentlich ist das durchschnittliche Brutto-Einstiegsgehalt für festangestellten Juristen in den letzten sieben Jahren gestiegen um rund sechs Prozent. Etwas besser sieht es bei Young Professionals mit geringer Berufserfahrung aus, die heute knapp 20 Prozent mehr in der Tasche haben als noch vor sieben Jahren.

Veränderungen des Brutto-Gehalts:



Grafik: karriere.de

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Dieser Artikel ist erschienen am 01.04.2011

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