Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Sparen

Tipps und Tricks bei der Steuererklärung

Katja Stricker
Was Sie schon immer über Geld wissen wollten und nicht zu fragen wagten: Karriere.de erklärt, was Absolventen und Berufsstarter über Finanzen, Versicherungen und Vorsorge wissen müssen und wie sie von Anfang an Steuern sparen können.
Steuererklärung: Für viele Absolventen NeulandFoto: © Marco Rullkötter - Fotolia.com
Endlich aus dem Vollen schöpfen! Eine größere Wohnung, ein neues Auto, eine tolle Reise - davon träumt fast jeder, der sein Examen in der Tasche und den ersten Arbeitsvertrag unterschrieben hat. Dass sich mit dem Berufseinstieg nicht nur der Kontostand ändert, sondern auch alles andere, was Finanzen und Vorsorge betrifft - wer denkt schon daran? Dabei kommt es mit dem Wegfall des Studentenstatus knüppeldick: Da fällt man von heute auf morgen aus der kostenlosen oder vergünstigten Krankenversicherung und der Privathaftpflicht der Eltern raus. Eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit muss her und die erste Steuererklärung steht an. Alles absolutes Neuland. Jedenfalls für die meisten.Wie gravierend die Wissenslücken der Twentysomethings bei Themen wie Steuern, Versicherungen und Altersvorsorge sind, zeigt eine Umfrage von NFO Infratest: Von 35 Fragen zu Zahlungsverkehr, privater Vorsorge und Geldanlage konnten die 18- bis 29-Jährigen fast zwei Drittel nicht beantworten. "Das Gros der Hochschulabsolventen und Jobeinsteiger hat erschreckend wenig Ahnung von Finanzen", beobachtet Martin Kinkel, Finanzexperte und Autor des Buches "Job & Money" (www.jobmoney.de). 

Die besten Jobs von allen

Selbst Wirtschaftsstudenten fehlt es an finanzieller Allgemeinbildung, hat eine Untersuchung der Commerzbank herausgefunden. Danach hörte jeder Zweite zum ersten Mal, dass ein Bausparvertrag nicht an eine Immobilie geknüpft sein muss, und zwei Drittel konnten nicht erklären, was die Beitragsbemessungsgrenze zur Sozialversicherung ist. Keine Überraschung: Steht doch praktisches Finanzwissen weder in der Schule noch an der Uni auf dem Stundenplan.Auch beim Thema Altersvorsorge ist das Informationsdefizit der Unter-29-Jährigen groß, fand das Institut für Demoskopie Allensbach heraus. Mit üblen Folgen. "Gerade sie müssen sich am stärksten um eine private Absicherung kümmern, sonst stehen sie im Rentenalter mit leeren Händen da", sagt Finanzexperte Kinkel. Rechtzeitig mit dem Sparen beginnenDie Phase nach dem Studium ist der ideale Zeitpunkt, finanziell die Weichen für die Zukunft zu stellen. Zwischen 25 und 30 Jahren sollte man spätestens anfangen, in seine Altersvorsorge zu investieren und sich eine BU-Versicherung zuzulegen. Denn mit jedem Jahr wird der Schutz gegen Berufsunfähigkeit teurer, und bei der Altersvorsorge gehen wertvolle Zinseszinseffekte verloren. "Vereinfacht gesagt: Wer am Anfang zehn Jahre Vermögensaufbau verpasst, hat im Alter 20 Jahre früher kein Geld mehr", rechnet Kinkel vor.Bevor Berufsanfänger neue Versicherungen und Sparverträge abschließen, sollten sie sich einen Überblick im eigenen Versicherungsdschungel verschaffen. Nur knapp ein Viertel der Unter-29-Jährigen können auf Anhieb sagen, wie viele Policen sie bereits besitzen. Oft haben die Eltern schon im Kindesalter oder während des Studiums Unfall- und Lebensversicherungen für den Nachwuchs abgeschlossen, oder die Auto- oder Krankenversicherung läuft noch über Vater und Mutter. "Am besten lässt man sich alle Unterlagen geben, um seine Finanzen in Zukunft selbst managen zu können", rät Kinkel allen Jobeinsteigern.Versicherungen, Vorsorge, Steuern - das alles selber zu regeln ist kein Hexenwerk, wenn man die Basics beherrscht. Eine eigene Haftpflichtpolice und eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit sollten nach dem Examen oberste Priorität haben. Auch bei der Altersvorsorge gilt: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Das erste Gehalt erscheint im Vergleich zum schmalen Studentenbudget zunächst einmal üppig. Eine gute Gelegenheit, direkt mit dem Sparen für später zu beginnen, solange man noch an den studentischen Lebensstandard gewöhnt ist, empfiehlt Experte Kinkel."Wer von Anfang an konsequent zehn Prozent seines Nettogehalts für die Altersvorsorge auf die Seite legt, schafft sich eine gute Zusatzrente fürs Alter." Doch nicht erst mit dem Berufsstart, auch schon während des Studiums und auf der Zielgeraden zum ersten Job können Absolventen Geld sparen - etwa bei den Steuern.

Fair Company | Initiative

 

Themen im Überblick