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Selbstständigkeit

Tipps für Kleinunternehmer

Jochen Mai / wiwo.de
Der Schritt in die Selbstständigkeit ist durchaus verlockend. Doch welche Rechtsformen gibt es? Bis zu welchem Gewinn muss man Buchführung betreiben, und welche Steuern werden fällig? Einige Dinge, die es zu beachten gilt.
Mein eigener Chef: Selbstständigkeit hat Vor- und NachteileFoto: © olly - Fotolia.com
Sogenannte Kleinstgewerbetreibende können insbesondere zwischen zwei Rechtsformen für ihr Unternehmen wählen: dem Einzelunternehmen oder der sogenannten UG(h). Bei letzterem handelt es sich um eine Art Mini-GmbH, die bereits mit einer Einlage von nur einem Euro gegründet werden kann (Notarkosten: rund 150 Euro). Allerdings muss der Kapitalstock dabei über verpflichtende Gewinnrücklagen laufend aufgestockt werden. Bei Selbstständigen mit hohem Haftungsrisiko lohnt sich letztere, da Geschäftsführer hierbei mit ihrem Privatvermögen allenfalls gegenüber dem Finanzamt bei noch nicht abgeführten Steuern, Sozialversicherungsbeiträgen oder Strafzinsen persönlich haften.Wer weniger als 100 000 Euro verdient, dem empfehlen Experten jedoch das Einzelunternehmen. „Das Handling ist dabei wesentlich leichter", sagt etwa Heiner Röttger, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei HBL Dr. Schumacher & Partner in Münster.

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Vorteile: Es muss jährlich nur eine Steuererklärung erstellt werden, der Gewinn wird – wie ein Gehalt – nach Einkommensteuertarif versteuert. Zudem fällt bis zu einem Umsatz von 500 000 Euro und einem Gewinn unter 50 000 Euro die Buchführungspflicht weg, womit auch die Gebühren für einen Steuerberater sinken.Der ist bei einer UG(h) dagegen nahezu unvermeidbar, denn hier müssen sofort eine Finanzbuchhaltung gemacht und zur persönlichen Einkommensteuererklärung noch Umsatzsteuervoranmeldungen, -jahreserklärung, Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuerklärung sowie ein Jahresabschluss angefertigt werden. „Je nach Verwaltungsaufwand kann das zwischen 1500 und 3000 Euro pro Jahr kosten", sagt Angela Pestner von der Steuerberatungsgesellschaft Ecovis.(Artikel zuerst erschienen bei WirtschaftsWoche Online wiwo.de)

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