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Kündigung

Tiefpunkt als Motivation für neue Wege

Teil 6: Nächster Schritt: Karriereplanung


Foto: pressmaster/Fotolia

Zum Beispiel, dass in der Ruhe tatsächlich die sprichwörtliche Kraft liegen kann. Rentsch nahm sich nach seiner Entlassung viel Zeit, eine neue Stelle zu suchen. Das konnte er sich leisten, weil er ein Jahr lang bei vollen Bezügen freigestellt war. Gemeinsam mit seinem Outplacement-Berater plante Rentsch wohlüberlegt den nächsten Karriereschritt.

Mithilfe seines Coaches analysierte Rentsch seine Stärken und Schwächen. Dadurch stellte er fest, dass er auch jetzt nicht den Sprung in die Selbstständigkeit wagen wollte. Sondern lieber erneut eine Führungsposition in einem Unternehmen anstrebte.

Die besten Jobs von allen


Außerdem kontaktierte er Freunde und Bekannte, streckte die Fühler in verschiedene Richtungen aus. Das berühmte Vitamin B – es ist noch immer ein Pfund, mit dem sich bei der Jobsuche wuchern lässt. Etwa jede vierte Neubesetzung im Jahr 2010 basierte auf persönlichen Kontakten, ergab erst kürzlich eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Mit Offenheit trumpfen

Das half auch Markus Rentsch: Über einen ehemaligen Kollegen erfuhr er, dass ein Unternehmen aus der Medizintechnik gerade einen neuen Deutschland-Geschäftsführer suchte.

Als er sich erstmals mit den Verantwortlichen traf, ging er mit seiner Kündigung offen um – und machte deutlich, dass er seine Entlassung nicht selbst verschuldet oder schlechte Arbeit abgeliefert hatte. Etwas anderes als gnadenlose Offenheit bleibt Betroffenen auch nicht übrig, Managern schon gar nicht. Wer sich für eine leitende Funktion bewirbt, wird von seinem potenziellen Arbeitgeber vorab sorgfältig durchleuchtet.


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