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Kündigung

Tiefpunkt als Motivation für neue Wege

Teil 2: Stellenabbau allerorten


Foto: pressmaster/Fotolia

Die Abfindung erscheint höchstens auf den ersten Blick üppig, spätestens nach Abzug der Steuer wird klar: Auf Dauer reicht das Geld nicht mehr für Zweitwagen und Skiurlaub, die Raten fürs Häuschen und die Ausbildung der Kinder. Gedanken, die sich auch in den kommenden Monaten viele Angestellte machen müssen.

Zahlreiche Unternehmen haben bereits umfangreiche Stellenstreichungen angekündigt, quer durch alle Branchen und Hierarchieebenen. Nicht nur einzelne Positionen, sondern ganze Abteilungen stehen auf dem Prüfstand

Die besten Jobs von allen


Die Deutsche Bank will sich in den kommenden Monaten von jeder zehnten Stelle im Investmentbanking trennen, Landesbanken wie die HSH streichen Abteilungen zusammen oder setzen sie gleich komplett auf die Straße. Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon verkündete bereits im Sommer, dass er etwa 11.000 Mitarbeiter freistellt, vor wenigen Wochen meldete Konkurrent RWE, sich von 8000 Mitarbeitern trennen zu wollen. Nokia Siemens Networks will seine Belegschaft in Deutschland bis Ende 2013 um 3000 Positionen verringern, auch der Anlagenbauer Ferrostaal und der Biotechkonzern Qiagen trennen sich von Mitarbeitern.

Schwierige finanzielle Situation

Nicht nur von einfachen Arbeitern oder Angestellten auf unteren Hierarchieebenen – sondern auch von Führungskräften. Viele von ihnen dürften gerade mit großen Sorgen aus dem Weihnachtsurlaub zurückgekehrt sein, denn nichts beunruhigt die Deutschen so sehr wie ihre finanzielle Situation.

Als das Meinungsforschungsinstitut Ipsos im Dezember 2010 1000 Deutsche im Alter zwischen 18 und 64 nach ihren größten Sorgen fragte, landete Arbeitslosigkeit mit 34 Prozent auf Platz zwei. Mehr Angst jagen den Deutschen nur noch Armut und soziale Ungerechtigkeit ein.


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