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Mein Gehalt

Tendenz nach oben

Anne Koschik
Im Verlauf des Jahres 2010 haben die Einstiegsgehälter im Personalwesen stark angezogen. Für HR-Generalisten sind sie laut Auswertung des Beratungsunternehmens Towers Watson „überdurchschnittlich“ um fünf bis sieben Prozent gestiegen.
Foto: K.U. Gerhard/Pixelio
„Der Wirtschaftsaufschwung spiegelt sich in diesen Zahlen wider, da gibt es ein klares Signal nach oben“, erklärt Vergütungsexperte Martin Hofferberth von Towers Watson. Demgegenüber stehen Ergebnisse einer Kienbaumstudie, der zufolge Anspruch und Wirklichkeit bei den Karrieremöglichkeiten im HR – noch – weit auseinanderklaffen: Nur 28 Prozent der Absolventen glauben demnach daran, als Personaler schnell Karriere machen zu können, aber für 74 Prozent von ihnen ist das ein wichtiges Kriterium für ihre Berufswahl. Und nur 31 Prozent erwarten gute Einkommenschancen, während drei Viertel der Befragten angeben, sich einen Beruf mit hohem Einkommen zu wünschen.
Gehalt Betriebswirt (Hochschule)*
Einsteiger: 2.990 Euro
Young Professionals: 3.805 Euro
* Die Daten hat der Arbeitsmarktforscher Dr. Reinhard F. Kraus ermittelt. Er beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Entwicklung der Gehälter und Vergütungen in Deutschland.


Die besten Jobs von allen

In den Personalabteilungen arbeiten zum großen Teil Betriebswirte, die von Fachhochschulen kommen und sich auf den HR-Bereich spezialisiert haben. > Verdienstmöglichkeiten für Betriebswirte, die an Universitäten studiert haben

Aktuelle Ergänzungen für den Personalbereich

Wie der Vergütungsspezialist Towers Watson festgestellt hat, können Einsteiger in vielen Unternehmen mittlerweile mit einem Gehalt zwischen 43.000 und 50.800 Euro rechnen. Young Professionals mit bis zu fünf Jahren Berufserfahrung erwarten Gehälter zwischen 51.900 bis 67.700 Euro. Zwischen Bachelor und Master liegen zehn bis 20 Prozent Gehaltsunterschied für Einsteiger

Für die Branchen lässt sich laut der Gehälterauswertung von Towers Watson feststellen:

Die Pharma- und Chemiebranche zahlt überdurchschnittliche Gehälter, auch Banken und Versicherungen liegen leicht über dem Durchschnitt. Personalberatungen und Headhunter zahlen im Prinzip besser als der Durchschnitt. „Sie haben aber in der Wirtschaftskrise schwere Zeiten durchgemacht und zeigen sich noch restriktiv in Gehaltsverhandlungen“, so Vergütungsexperte Martin Hofferberth. Aufgrund des hohen variablen Anteils in den Berater-Gehältern sei aber damit zu rechnen, dass diese 2011 auch steigen.


So hat sich das Gehalt von Personalern über die Jahre verändert

Für Betriebswirte mit Schwerpunkt Personal war die Einkommenssituation über viele Jahre nicht die beste. Zwar ist das Gehalt in den vergangenen sieben Jahren kontinuierlich gestiegen - um insgesamt aber nur knapp zehn Prozent bei Einsteigern und rund 17 Prozent bei Young Professionals. Erst im vergangenen Jahr gab es einen deutlichen und auffälligen Sprung bei den Einstiegsgehältern. 

Veränderungen des Brutto-Gehalts:



Grafik: karriere.de

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Dieser Artikel ist erschienen am 15.04.2011

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