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Zu viele E-Mails behindern die Arbeit.
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Kommunikation im Job

Stoppt den Spam!

Tina Groll, Zeit.de
Jeder Dritte fühlt sich durch zu viele E-Mails am Arbeitsplatz belästigt und gestresst. Auch Konferenzen sind oft unproduktiv, stellt eine aktuelle Studie fest.
Zu viele E-Mails, die meisten davon überflüssig oder unwichtig, stören die Konzentration und machen Mitarbeiter unproduktiv. Das stellt die aktuelle repräsentative Workplace Survey des Personaldienstleisters OfficeTeam fest, die Beschäftigte und 250 Personalmanager in Deutschland und der Schweiz befragt hat.

Demnach fühlen sich 60 Prozent der Beschäftigten durch die ständigen Unterbrechungen belästigt, nicht wenige leiden wegen dem nicht abebbenden Nachrichtenstrom unter Dauerstress. Ein Drittel der Personalverantwortlichen in Unternehmen gibt an, dass sich die Mitarbeiter deshalb beschwert hätten. Eine Vielzahl an Nachrichten sei unnötig oder betreffe allenfalls einen Teil der Empfänger. 27 Prozent der Befragten kritisierte, dass das Beantworten der vielen E-Mails zu viel Zeit in Anspruch nehme, ebenso viele bemängelten, dass das Firmenpostfach zu wenig Speicherplatz habe, um den Nachrichtenstrom bearbeiten zu können.

Frustrierende Unentschiedenheit

Ein ähnliches Urteil fällen viele der befragten Personaler über Meetings und Arbeitstreffen. Immerhin ein Viertel ist der Meinung, dass mindestens jede zweite Besprechung entweder überflüssig ist oder unproduktiv verläuft. Als misslungen sehen die Personaler Konferenzen an, auf denen keine Entscheidungen getroffen werden oder die ohne ein konkretes Ergebnis enden. Am häufigsten für das Scheitern von Sitzungen werden fehlende Ziele, keine konkrete Agenda und schlechte Vorbereitung und mangelnde Gesprächsdisziplin der Teilnehmer sowie fehlende Konzentration genannt.

Viele Sitzungen scheiterten vor allem an der Selbstdarstellung der Teilnehmer oder weil sich die Gespräche in Nebenaspekten verlören und nicht auf der Sachebene miteinander diskutiert würde. Auch kämen viele Arbeitstreffen zu keinen Ergebnissen, weil das falsche Personal anwesend sei und wichtige Entscheidungsträger fehlten.

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