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Sport verhindert Stress im Job
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Arbeitsbedingungen

Sport und Doppel-Büros gegen den Stress

Ferdinand Knauß, wiwo.de
Die äußeren Arbeitsbedingungen sind mitentscheidend für das Aufkommen von Stress. Großraumbüros und dauernde Erreichbarkeit sind dafür ein Nährboden, wie eine Umfrage zeigt.
Kein Tag ohne neue Nachrichten von der Stress-Front. Die Botschaft ist stets dieselbe: Großraumbüros und dauernde Erreichbarkeit sind die großen Stress-Katalysatoren.

Wenn der Arbeitgeber da kein Erbarmen kennt, kann der Arbeitnehmer immerhin mit Sport in der Pause etwas Stress abbauen.

Das ist auch das Fazit eines Projektes von Studenten der Technischen Universität München am Lehrstuhl für Strategie und Organisation, über die das Online-Portal "Wirtschaftspsychologie-Aktuell" berichtet.

Online-Test zur Selbsteinschätzung

Die Studenten untersuchten die Auswirkung von Arbeitsbedingungen auf die Stressbelastung von Büroangestellten. An der Studie nahmen 249 Menschen teil. Sie bearbeiteten den Onlinetest "Stressmonitor", den ein Marktforschungsinstitut zur Verfügung stellte.

Die Angaben zur Stressbelastung beruhen also auf der Selbsteinschätzung der Betroffenen auf fünf Stufen (1 kein Stress bis 5 sehr starker Stress). Der Test wurde um Fragen zur Pausengestaltung, zur Bürogroße und zur Verfügbarkeit erweitert.

Berufliche Balance

Zusätzlich zum Stresslevel wurde die so genannte berufliche Balance als Anzeichen für die psychische Belastung ermittelt. Sie spiegelt das Verhältnis von geleisteter Verausgabung erfahrener Belohnung wider.

Besteht hier über längere Zeit ein Ungleichgewicht, gilt das als psychische Belastung und steigert das Risiko von Suchtneigungen, Herz-Kreislauferkrankungen und Depressionen.


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