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Digitalisierung im Zeichen der CeBIT
Foto: rawpixel/CeBIT
Orientierung im Digitalisierungsdschungel

Spielregeln der künftigen Arbeitsgesellschaft

Anne Koschik
Unaufhaltsam schreitet der Strukturwandel der Arbeitswelt voran: Die Vernetzung von traditionellem Jobumfeld mit der Digitalisierung macht stärker denn je die CeBIT – das globale Event für die Digital Economy – spürbar. Kurz vor Eröffnung der IT-Trendmesse zeigt karriere.de, mit welchen tiefgreifenden Änderungen zu rechnen ist: in Branchen, Unternehmen und für jeden Mitarbeiter. Darüber geben Trendforscher Sven Gabor Janszky, der Unternehmensberater und „digitale Darwinist“ Karl-Heinz Land, die Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability Jutta Rump und die Medienforscherin Sabria David Auskunft.
"Arbeiten 4.0" nennt das Bundesarbeitsministerium einen teils öffentlichen, teils fachlich angelegten Dialogprozess, der für die neuen Produktionswelten der Industrie 4.0 vorausschauend die sozialen Bedingungen und Spielregeln mitgestalten will. "Wir müssen in Deutschland Arbeit so gestalten und organisieren, dass die ureigenen Fähigkeiten der Menschen – Kreativität, Empathie und Urteilskraft – mit den technologischen Möglichkeiten von Computern und Robotern sinnvoll kombiniert und die Menschen zu Gestaltern der eigenen Arbeit werden. Technik allein führt nicht zu guter Arbeit für alle." So äußerte sich erst kürzlich Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales in einem Interview.

Durcheinandergewirbelte Branchen und Massenarbeitsbefreiung

Doch wird es überhaupt noch Arbeit – so wie wir sie kennen – geben? Aktuelle Disruptionen "wirbeln die Branchen durcheinander", ist Trendforscher Sven Gabor Janszky überzeugt. Es werde überall Vermischungen geben, neue Regeln entstünden inklusive einer neuen Art des Arbeitens und dauerhaft zwei bis drei Millionen nicht besetzten Stellen.


Zu den einzelnen Interviews:

>>> Sven-Gabor Janszky: 
Unter Druck: "Für die Branchen geht es gerade erst los" 

>>> Karl-Heinz Land:
Radikaler Umschwung: "Digitalisierung greift die Grundfesten der Unternehmen an" 

>>> Jutta Rump:
Vor dem Transformationsprozess: "Alles hängt von der Führungsmannschaft ab"

>>> Sabria David:
Aktive Arbeitsgestaltung: "Wir müssen Zukunftskompetenzen entwickelt"



Eine komplett entgegengesetzte Meinung vertritt der Unternehmensberater und digitale Darwinist Karl-Heinz Land, der überzeugt ist, dass es in nicht allzu ferner Zeit eine "Massenarbeitsbefreiung" geben wird, da die digitale Transformation letztlich zu einer Dematerialisierung von Gütern und Unternehmen führe.

Verhaltene Prognosen des IAB

Mit dramatischen Beschäftigungsverlusten von bis zu 50 Prozent rechnen international auch große Marktforschungsinstitute in den nächsten zehn Jahren, während andere Prognosen wesentlich verhaltener ausfallen: So geht das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB bei 43 Millionen Beschäftigten in Deutschland von 490.000 Stellen aus, die bis 2025 in der Industrie wegbrechen könnten.


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