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Spiel ums ganz große Geld
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Jobs an der Wall Street

Spiel ums ganz große Geld

Teil 5: Irgendwann spielt der Pass keine Rolle mehr

Sein Weg nach New York führte über einen Umweg – London. Er hat dort, um sein deutsches BWL-Studium zu ergänzen, einen MBA an der renommierten Henley Business School gemacht.

Dank des Studiums und einiger Jahre Berufserfahrung bei McKinsey hatte er so die Chance, bei JP Morgan in London einzusteigen. Nach einem zweijährigen Ausflug in der Private-Equity-Branche kehrte er 2001 zur großen US-Bank zurück – diesmal aber nach New York. Nach einem Abstecher bei der Deutschen Bank an der Wall Street wechselte er zum Versicherer Ace.

Platz für jeden

Kirchgässner, der aus Karlsruhe stammt, hatte also vor dem Sprung über den Atlantik gleich zwei Anknüpfungspunkte, einen privaten und einen beruflichen. "Ich weiß nicht, ob ich sonst den Mut gehabt hätte, mich da drüben zu bewerben", erzählt er. Er hat es nicht bereut. "Unsere meisten Freunde sind Amerikaner", sagt er. "Wir haben unsere Kinder auf die amerikanische Schule geschickt und nicht auf eine deutsche."

Spielt der deutsche Pass dann überhaupt noch eine Rolle? Hedgefonds-Besitzer Rudy überlegt einen Moment. Nein, eigentlich überhaupt nicht, sagt er dann. In diesem Punkt sind sich alle einig: Wenn man einmal "drin" ist in der New Yorker Geschäftswelt, ist die Nationalität unwichtig. Diese Stadt hat Platz für jeden, der erfolgreich beim Spiel um das große Geld mithalten kann.
Dieser Artikel ist erschienen am 16.12.2013

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