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Spiel ums ganz große Geld
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Jobs an der Wall Street

Spiel ums ganz große Geld

Teil 4: Nonchalante Wirtschaftselite

Bandholz’ Weg in die USA hat noch eine Besonderheit: Er hat seine Arbeitserlaubnis, die Greencard, über ein Verfahren bekommen, das kaum jemand kennt: Er hat sich als Person von "außerordentlichen Fähigkeiten" einstufen lassen. Dabei waren Referenzen seiner Kunden, aber auch Zitate in Zeitungen hilfreich.

Auf diese Weise konnte er eine schwierige Hürde überwinden: Bei normalen Greencards muss die Firma glaubhaft machen, dass sie beim besten Willen keinen Amerikaner für den Job finden kann – nicht so einfach in einer Stadt wie New York, wo viele gut ausgebildete Leute leben.

Lässige Manager


Reiner Kirchgässner dagegen ist auf dem einfachsten Weg zu einer Greencard gekommen: über seine Frau. Er hat eine Amerikanerin geheiratet und bekam nach zwei Jahren die begehrte unbefristete Arbeitserlaubnis. Leger mit hellem T-Shirt gekleidet und im Umgang völlig unkompliziert wirkt er nicht wie ein Topmanager.

Das findet man häufig in New York: Leute, die ihre eigene Wichtigkeit nicht überbetonen. Kirchgässner ist Chef der Abteilung für Fusionen und Übernahmen des US-Versicherers Ace. Dort hat er seit 2006 zwölf Zukäufe weltweit mit einem Volumen von sechs Milliarden Dollar gemanagt. Nach Umsatz gerechnet entspricht das rund einem Viertel der heutigen Gruppe.

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