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Spiel ums ganz große Geld
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Jobs an der Wall Street

Spiel ums ganz große Geld

Teil 3: Wertvolle Erkenntnisse aus der Ferne

Es mag sein, dass die Finanzkrise Vorbehalte gegen Banken und die USA hervorgerufen hat. Aber nicht bei Leuten, die schon als Jugendliche vom Spiel um das große Geld fasziniert waren. Und dieses Spiel ist in New York spannender als zu Hause. Ein aus Deutschland stammender Fondsmanager, der ebenfalls beim Handelsblatt-Börsenspiel das Metier entdeckt hat, sagt: "Hier in New York erfahre ich mehr über Deutschland als in Deutschland selbst. Denn hierher kommen die Firmen, um Kapital einzusammeln."

Begeistert erzählt er davon, wie er neulich den Chef der Commerzbank persönlich und intensiv nach seiner Strategie befragen konnte. Ihm half ebenfalls eine amerikanische Elite-Universität beim Einstieg in den Vereinigten Staaten: Er hat ein Auslandsjahr an der Traditionsuniversität Harvard verbracht. Für Studium und Promotion war er zuvor in die Schweiz gegangen, die Universität St. Gallen gilt in Europa als eine der angesehensten betriebswirtschaftlichen Kaderschmieden. "Die kennt in den USA kein Mensch."

Das richtige Studium öffnet die richtigen Türen

Wie schwer der Einstieg ohne die richtige Hochschule im Lebenslauf ist, weiß auch Tobias Moerschen, der heute in leitender Funktion bei der Ratingagentur Moody’s arbeitet. Zusätzlich zu VWL-Diplom von der Universität Köln hat er einen Master of Business Administration (MBA) an der Columbia University in New York gemacht.

Und zuvor noch einen Abschluss als sogenannter Certified Financial Analyst (CFA): Das ist eine praxisorientierte Ausbildung aus den USA und dort entsprechend angesehen, wird aber auch in Deutschland angeboten. Sie kostet einige Tausend Euro und wird überwiegend im Selbststudium mit anschließenden Prüfungen absolviert – mit zweieinhalb Jahren muss man schon rechnen.

Der CFA ist auch eine gute Visitenkarte für Harm Bandholz. Ihn hat zudem ein solides Studium der Volkswirtschaft in Hamburg mit anschließender Promotion nach New York gebracht. Dass er kein US-Studium brauchte, hat einen einfachen Grund: Er wurde von Unicredit, einer europäischen Bank, nach Amerika geschickt, wo er heute als Chefvolkswirt arbeitet.

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