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Spiel ums ganz große Geld
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Jobs an der Wall Street

Spiel ums ganz große Geld

Frank Wiebe
Diese Deutschen haben im wichtigsten Finanzzentrum der Welt Karriere gemacht. Ohne die Faszination für das ganz große Geld und eine Ausbildung an einer der amerikanischen Elitehochschulen klappt das selten.
Am Anfang war es ein Spiel – das Planspiel Börse. Jedes Jahr laden das Handelsblatt und die Sparkassen Schüler und Studenten ein, an den Aktienmärkten zu handeln, ihr virtuelles Startkapital zu vermehren. Thomas Rudy fand als Jugendlicher Gefallen am Spiel – und der Börse. So sehr, dass er danach nicht nur von seinem Taschengeld ein paar echte Aktien gekauft hat, sondern sich ihr verschrieben hat.

Heute besitzt Rudy, ein schlanker, eloquenter Mann von 31 Jahren, einen eigenen Hedgefonds. Er handelt immer noch mit Aktien – aber nach allen Regeln der Kunst. Wer bei ihm mitspielen will, sollte mindestens 2,5 Millionen Dollar (rund 1,9 Millionen Euro) mitbringen. Sein Weg führte ihn von Ludwigshafen, einem Dorf mit 3 000 Einwohnern am Bodensee, nach New York. Seine Firma, bestehend aus ihm, zwei Analysten und jemandem in der Verwaltung, sitzt an der Wall Street, dem Finanzzentrum Amerikas.

Rudy ist ein Beispiel dafür, dass man es auch als Deutscher an der Wall Street zu etwas bringen kann. Wer die Faszination für das ganz große Geldgeschäft in New York mitbringt und zudem eine Ausbildung an einer der besten Hochschulen des Landes vorweisen kann, hat gute Chancen, wirklich ins Herz des Finanzzentrums der USA vorzudringen.

Der Abschluss einer Elite-Universität zählt

Rudys Eintrittskarte in die große Finanzwelt war ein Wirtschaftsstudium an der Columbia Universität in New York. "Ich hatte Glück, dass ich genommen wurde", sagte er. Denn auch mit einem Notenschnitt von 1,3 ist das keineswegs selbstverständlich.

Ihm half, dass er sich bei der Global Young Leader Conference engagiert hatte, "einer Art kleinen UN für Schüler", wie er sagt. Und dass er einen Finanzier hatte: "Meinem Vater verdanke ich, dass ich das Studium machen konnte, er hat einen Kredit aufgenommen, um das zu bezahlen."

37 000 Dollar kostete das damals pro Jahr, inzwischen sind es mehr als 40 000, einschließlich Wohnung und Essen ist man schnell bei 50 000 Dollar. Studienkredite gibt es nur für Amerikaner, und Stipendien sind für Ausländer sehr schwer zu ergattern.

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