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Software-Ingenieure sind gesucht

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Die Wirtschaftskrise macht sich auch unter Ingenieuren bemerkbar. Die Zahl der offenen Stellen hat deutlich abgenommen. Trotz dieses Rückgangs ist der Bedarf nach Ingenieuren weiterhin hoch. Insbesondere Software-Ingenieure haben gute Aussichten.
Software-Ingenieure arbeiten in vielen BereichenFoto: © Cybrain - Fotolia.com
Waren Anfang 2009 noch 23 000 Ingenieure auf Arbeitssuche, ist diese Zahl bis zum Januar 2010 auf 29 000 gestiegen. Gleichzeitig sank die Zahl der offenen Stellen von 65 000 auf 48 000. Das verrät der Ingenieurmonitor des Vereins Deutscher Ingenieure. Dieser Einbruch bedeutet jedoch nicht, dass der Bedarf an Ingenieuren gedeckt sei. „Entwicklungsingenieure sind noch immer gesucht" sagt die Arbeitsmarktexpertin der Bundesagentur für Arbeit, Judith Wüllerich.Kein Engineering ohne Software Engineering

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Insbesondere in den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugbau und in der Elektrotechnik mangelt es weiterhin an Experten. Gerade in diesem Bereich sind von Software-Ingenieuren entwickelte Anwendungen unentbehrlich, aber auch in der Medizin- und Umwelttechnik haben sie weite Verbreitung.Auch Prof. Dr. Barbara Pech, Sprecherin des Fachbereis Softwaretechnik der Gesellschaft für Informatik, bestätigt diesen Bedarf. Sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben Absolventen "wenn sie eine Weiterqualifizierung im Bereich Software Engineering absolviert haben".Die Anforderungen sind vielseitig. Man müsse interdisziplinär arbeiten und in der Lage sein, mit Ingenieuren anderer Fachdisziplinen zu kommunizieren. Genauso wichtig seien betriebswirtschaftliche Kenntnisse. „Engineering ohne Software Engineering gibt es heute nicht mehr" sagt Prof. Dieter Rombach, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering in Kaiserslautern. „Software-Ingenieure arbeiten im Team mit Maschinenbauern, Elektrotechnikern oder Medizinern", so Rombach.Das StudienangebotWer diese Lücke füllen möchte, für den gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wer bereits über Berufspraxis verfügt, für den bietet die Georg-Simon-Ohm Hochschule in Nürnberg ein Masterstudium für Absolventen eines Informationstechnischen Studiengans oder eines technischen Studiums mit informationstechnischen Grundkenntnissen. Das Studium ist berufsbegleitend auf 4 Semester angelegt und in 11 Module unterteilt. Bei Belegung aller Module kostet es rund 12.000 Euro.Andere Universitäten bieten den Master im Vollzeitstudium an, die TU Chemnitz etwa mit der spezialisierung Automotive Software Engineering. Auch die Universitäten Augsburg und München bieten in einer Kooperation einen Studiengang Software Engineering an. Ein guter Abschluss ist hier jedoch Pflicht.Wer das Handwerk von der Pike auf lernen möchte, hat auch dazu die Möglichkeit. Ein Bachelor-Studiengang in Software Engineering lässt sich in Heilbronn studieren.Lesen Sie mehr zum Thema "IT":
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Dieser Artikel ist erschienen am 14.04.2010

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