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Vorsätze umsetzen
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Ziele umsetzen

So ziehen Sie die guten Vorsätze endlich durch

Teil 2: Werden Sie konkret

Trotzdem glaubt der Homo sapiens offenbar jedes Jahr aufs Neue, seine schlechten Gewohnheiten schlagartig ändern zu können. Das hat zum einen mit dem Wunsch zu tun, das eigene Leben zu kontrollieren, erklärt der Bochumer Professor Jürgen Margraf, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. "Wenn wir das Gefühl haben, wir hätten Kontrolle, geht's uns gut. Dann können wir auch sehr viel Stress wegstecken." Für unser persönliches Wohlbefinden reicht schon das Gefühl, etwas verändern zu können. "Ab morgen nehme ich ab" – und schon schmeckt die Sahnetorte gleich doppelt so gut.

Neujahrsvorsätze entstehen durch den Glauben an Wunder

Außerdem glaubt der Mensch eben gerne, dass das Unmögliche möglich ist. Wäre das anders, könnten sämtliche Lotterien sofort dicht machen. "Wir sind unrealistisch optimistisch", sagt Margraf. "Es hilft Ihnen durch den Tag, es macht Sie auch aktiver, weil Sie das Gefühl haben, dass es sich lohnt". Entsprechend steckt natürlich immer auch ein bisschen Aberglaube im Neujahrsvorsatz: Im neuen Jahr wird alles möglich, was uns das vergangene Jahr verwehrt hat.

Für alle, die sich weiter gute Vorsätze nehmen und sie auch umsetzen wollen, besteht aber Hoffnung: Es geht!

Wie man seine Vorsätze durchzieht

Wer sich in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar geschworen hat, jetzt aber wirklich sein Leben zu ändern und alles besser zu machen, kann das schaffen. Er muss nur ein paar Dinge verändern.

Die Krux, an der wir scheitern, ist die Ungenauigkeit unserer Vorsätze. Wer sagt: "Ich will abnehmen", wird vermutlich scheitern. Wer dagegen sagt: "Ich möchte bis zum April vier Kilo abgenommen haben", hat bessere Chancen. Je konkreter, desto einfacher wird es.

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