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Ratgeber

So motivieren Sie sich für den Job!

Julia Troesser
Ihr Job macht keinen Spaß, Ihre Aufgaben nerven? Dann stecken Sie in einem Motivationstief. So bekämpfen Sie es effektiv.
Mit positiver Einstellung nehmen Sie jede HürdeFoto: © Jan Kruse
Rückblick bringt voran
Wenn Sie das Gefühl haben, in einem Projekt nicht weiterzukommen, legen Sie eine Pause ein und schauen Sie zurück auf das, was Sie schon geschafft haben. Das ist meist mehr als man denkt und oft schwieriger als das, was noch zu tun bleibt.
Glücksmomente schaffen
Fertigen Sie eine Liste mit zehn Dingen an, die Ihnen auf Anhieb gute Laune bereiten und überlegen Sie, wie Sie diese in Ihren Büroalltag einbauen können. So gönnen Sie sich zwischendurch kleine Glücksmomente für neue Kräfte. Die Gute-Laune-Macher sind individuell: ein aromatischer Tee, schöne Musik, ein kurzes Telefonat mit dem oder der Liebsten.

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An Herausforderungen erinnern
Erinnern Sie sich, wie Sie sich vor großen Herausforderungen gefühlt haben, etwa vor Ihrer Diplomarbeit oder einem spannenden Projekt im Job. "Am Anfang denkt man sich 'Ich bin dabei!'. Und das ist ein berauschendes Gefühl", sagt Helga Hengge. "Wenn man sich an die anfänglichen Erwartungen erinnert, ist man es sich schuldig, sie auch zu erfüllen", sagt die erste Deutsche, die den Mount Everest bezwungen hat, und verrät damit ihren persönlichen Motivations-Klassiker.
Positive Einstellung
"Es gibt zwei Arten von Motivation", so Motivationstrainer Carsten Schölzki. Wenn Sie nur pünktlich zur Arbeit kommen, um Ärger zu vermeiden, ist das eine Weg-von-Motivation. Wenn Sie allerdings pünktlich sind, um etwas zu erreichen, ist das eine Hin-zu-Motivation". Nur diese kann Sie auf Dauer erfolgreich antreiben, da sie etwas Positives erreichen und nicht nur Negatives vermeiden.
Motiviert beginnen
Versuchen Sie, das zeitliche Umfeld ihrer Arbeit so schön wie möglich zu gestalten. Holen Sie sich vor Arbeitsantritt ein leckeres Croissant, verabreden Sie sich für die Mittagspause mit netten Kollegen oder planen Sie einen Spaziergang. Wenn Sie schon gestresst das Büro betreten, steht es erst recht schlecht um Ihre Motivation.
Gute Planung
Legen Sie eine To-Do-Liste mit allen zu erledigenden Aufgaben an. Durch eine gute Struktur lässt sich die Arbeit in den Griff bekommen. Jeder Haken an einer erledigten Aufgabe schafft Zufriedenheit. Wichtig: realistisch sein und nicht-eilige Aufgaben auf später verschieben. Wer alles sofort erledigen möchte, übernimmt sich und wird frustriert.
Abwechslung hilft
"Gestalten Sie Ihre Arbeit möglichst so, dass Sie weder Urlaub noch Wochenende dringend brauchen", empfiehlt Schölzki. Legen Sie zwischen unangenehme Aufgaben immer welche, die Ihnen Spaß machen und bei denen Sie sich etwas entspannen. Dann sind sie für die nächsten Problemphasen besser gewappnet.
Belohnung genießen
Natürlich kann es helfen, sich nach getaner Arbeit ein Buch oder Schokolade zu gönnen. "Doch für viele Menschen ist die schönste Belohnung der leere Schreibtisch", weiß Schölzki. "Wenn die Berge auf Ihrem Schreibtisch abgearbeitet sind, wischen Sie über den Tisch und genießen sie die leere Fläche. Das Wohlgefühl ist in keinem Geschäft zu kaufen."
Mut zu Veränderungen
Falls Sie feststellen, dass Sie in einem langfristigen Motivationstief stecken, sollten Sie ernsthaft über Ihre Arbeitssituation nachdenken. Finden Sie heraus, wo Ihre eigenen Ziele liegen und welche Arbeit Ihnen mehr Spaß machen würde. Oft sind Motivationstiefs auch in Über- oder Unterforderung begründet. Sprechen Sie mit Ihrem Chef darüber und versuchen Sie, die Probleme zu beseitigen.
Dieser Artikel ist erschienen am 27.06.2008

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