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So klappt es mit der Gehaltserhöhung
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Richtig verhandeln

So klappt es mit der Gehaltserhöhung

Ulrike Heitze
Eins steht für Sie fest: Ihre Leistungen werden nicht angemessen honoriert. Also auf zum Chef und eine Gehaltserhöhung verlangen. Doch aufgepasst: Gerade bei Gesprächen über Geld lauern tückische Fallen – diese fünf Gebote sollten Sie unbedingt befolgen.
1. Gebot: Denken Sie wie Ihr Chef

Warum sollte Ihr Chef Ihnen mehr Gehalt zahlen? Sie bekommen doch schon gutes Geld. Mehr wird er nur gegen ein entsprechendes Mehr an Leistung rausrücken. Setzen Sie die Chefbrille auf: Welchen Job erwartet der Boss eigentlich von Ihnen? Sind Ihre zusätzlichen Erfolge überhaupt wichtig und wertvoll für ihn? Wie hoch stehen Sie bei ihm im Kurs? Schätzt er Ihre Leistungen auch so ein wie Sie?

Und: Chefs lieben Zahlen – also liefern Sie sie: Wie viel neue Kundschaft, Umsatz, Ersparnis oder Gewinn haben Sie dem Unternehmen gebracht? Wer dem Chef die zurückliegenden Erfolge als Vorgeschmack verkaufen und ihm noch mehr in Aussicht stellen kann, hat bessere Chancen auf ein Gehaltsplus.

Gute Argumente:

Leistungen, die über den normalen Job hinausgehen, zum Beispiel: erfolgreich neue Aufgaben übernommen, Seminare besucht und jetzt umgesetzt, Projekte durch besonderen Einsatz gerettet, mehr Verantwortung übernommen, Azubis betreut, Seminare gehalten, Fachartikel veröffentlicht und damit das Firmenimage aufpoliert, Kollegen länger vertreten, Verbesserungsvorschläge eingebracht und umgesetzt, Kosten gesenkt, Kunden angeschleppt, interne Abläufe optimiert.

Schlechte Argumente:

Den bisherigen Job unverändert (gut) gemacht, seit fünf Jahren keine Erhöhung mehr bekommen, seit zehn Jahren im Unternehmen, die Kollegen kriegen alle mehr, in der Branche wird überall mehr gezahlt, das Leben ist teurer geworden, das Haus muss abbezahlt werden, außergewöhnliche Leistungen, die schon zwei Jahre zurückliegen.

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