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So funktioniert die erfolgreiche Gehaltsverhandlung
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Drei treffsichere Argumente

So funktioniert die erfolgreiche Gehaltsverhandlung

Tina Groll, zeit.de
Mit einer schlanken, aber durchdachten Vorbereitung und drei schlagkräftigen Argumenten in der Tasche können Arbeitnehmer gut in der Gehaltsverhandlung punkten.
Egal ob Bewerbung um eine neue Stelle oder Gehaltsrunde mit dem Chef: In der Regel reichen drei Argumente in der Gehaltsverhandlung. Grundsätzlich sollte man die Summe als Bruttojahresgehalt angeben und eine Minimal-, eine Maximal- und Idealsumme im Kopf haben.

Eine gute Vorbereitung ist sinnvoll, wird aber überschätzt. Denn oftmals ist die Gehaltsverhandlung ohnehin Teil des Jahresgesprächs oder folgt einem fast ritualisierten Schema. Sprich: Der Chef rechnet mit den bekannten Argumenten und kann darauf in der Regel kontern, wenn er eine Kostensteigerung verhindern soll.

Vorbereitung ist das A und O

Arbeitnehmer sollten dennoch Argumente sammeln, die eine Gehaltssteigerung rechtfertigen. Denn diese Vorbereitung dient dazu, ein gesundes Selbstbewusstsein für den eigenen Marktwert zu entwickeln. Zu den beliebten Tipps zählt daher, sich in Vorbereitung auf die Verhandlung die Frage zu stellen, was man für das Unternehmen erreicht hat. Das können etwa neu gewonnene Kunden, erfolgreich abgeschlossene Projekte, verbesserte Prozesse, Einsparungen oder sonstige Effizienzsteigerungen sein. Im nächsten Schritt überlegt man sich die Ziele fürs nächste Jahr und wie der Arbeitgeber im kommenden Jahr von einem profitieren könnte. Wer eine deutliche Gehaltssteigerung holen möchte und ohnehin wechselwillig ist, bewirbt sich einfach mal bei Mitbewerbern. Auf diese Weise bekommt man auch ein realistisches Gefühl dafür, ob die Arbeitsbedingungen beim momentanen Unternehmen noch stimmig sind.

Aber nicht in jedem Job kann man mit Benchmarks und Zahlen eine Arbeitsleistung beziffern. Und für viele fühlt sich diese betriebswirtschaftliche Darstellung der eigenen Arbeit nicht authentisch an. Verhandlungstrainer raten daher dazu, sich maximal drei Argumente für eine Gehaltssteigerung zu überlegen: ein starkes, ein mittleres und ein schwaches Argument. In welcher Reihenfolge man diese vorträgt, ist egal. Keineswegs müssen alle wirtschaftlich sein. Denn auch wenn der Lohn als Teil der Personalkosten zur Bilanz des Unternehmens gehört – das Gehalt bildet mehr ab. Es ist auch ein Zeichen der Wertschätzung, eine Gegenleistung für Knowhow, Kontakte, Arbeitszeit und zudem eine Einschätzung des Arbeitgebers darüber, was ihm die Stelle einerseits und die Zufriedenheit des Arbeitnehmers andererseits wert ist.

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