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Fehler von Jungunternehmern
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Fehler von Jungunternehmern

Sieben Gründe, warum Startups scheitern

Teil 3: 5.-7: Unklare Zielgruppe, Kaufmännische Mängel und Fehlender Nutzen

5. Unklare Zielgruppe

Aus 37 Prozent der Unternehmensberichte ging hervor, dass die Zielgruppe nicht genau benannt werden konnte. "Eine zu breit angelegte Zielgruppe kann vor allem beim Marketing zum Problem werden", sagt Expertin Welter. Insbesondere kleine Unternehmen täten sich schwer damit, eine gezielte Ansprache für ein breites Publikum umzusetzen. Außerdem seien nur wenige Produkte für viele Kunden ausgelegt. Deshalb müssten Gründer viel Energie in die Zielgruppen-Analyse stecken.

6. Kaufmännische Mängel

Wer eine gute Idee hat, ist noch kein guter Geschäftsmann. Laut DIHK wurden in 42 Prozent der Fälle kaufmännische Mängel als Grund für ein mögliches Scheitern deutlich. Sowohl Marc Evers als auch Friederike Welter sehen darin aber eher ein geringeres Problem. Das fehlende Know-How sei durch Teambildung oder entsprechende Kurse relativ leicht aufzuholen. Doch offenbar nehmen viele Gründer das Thema noch nicht ernst genug.

7. Fehlender Nutzen

Besonders tragisch: In 44 Prozent der Fälle haben sich die Gründer keine Gedanken darüber gemacht, ob der Kunde das Produkt überhaupt gebrauchen kann. Schuld ist häufig die Euphorie über die eigene Idee – und die vernebelt den Blick. Was unterscheidet das Produkt von der Konkurrenz? Wer auf diese Frage keine Antwort weiß, sollte die Finger von der Existenzgründung lassen.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 06.05.2014

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