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BGH-Urteil

Schadenersatz für Manager wegen Altersdiskriminierung

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Das Anti-Diskriminierungsgesetz gilt auch für Manager. Das hat der Bundesgerichtshof ( BGH ) in einer Grundsatzentscheidung klargestellt.

Foto: Thorben Wengert/Pixelio

Gleiche Rechte für alle!

Auch Führungskräfte dürften nicht wegen ihres Alters benachteiligt werden, entschieden die Richter zu Gunsten eines 62 Jahre alten GmbH-Geschäftsführers, der durch einen 41-Jährigen abgelöst worden war. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gilt damit auch dann, wenn über die Verlängerung eines auslaufenden Vertrages verhandelt wird. (Az.: II ZR 163/10)

Das oberste deutsche Berufungsgericht sprach dem ehemaligen medizinischen Geschäftsführer der städtischen Kliniken in Köln grundsätzlich Schadenersatz zu.

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Wie hoch dieser ausfälllt, muss allerdings noch das Oberlandesgericht (OLG) Köln festlegen.

Die Vorgeschichte

Der Arzt hatte die gemeinnützige Gesellschaft auf 110.000 Euro verklagt. Er hatte dem Klinik-Aufsichtsrat mitgeteilt, dass er seinen auslaufenden Vertrag verlängern wolle, diese gaben aber einem mehr als 20 Jahre Jüngeren den Vorzug.

Jekabs Leititis klagte. Im Alter von 62 Jahren war 2009 sein Vertrag als medizinischer Geschäftsführer der städtischen Kliniken in Köln nicht verlängert worden. Stattdessen stellte der Klinikbetreiber einen 41 Jahre alten Bewerber ein.
 


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