Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Gefahr bei Auslandsjobs
Foto: jedi-master/Fotolia.com
Expatriates

Riskante Mission

Teil 4: Gefahrensituationen entschärfen

Oberste Priorität der Trainings: "Gefahrensituationen zu entschärfen. Gewalttätige Verteidigung ist niemals vorgesehen", sagt Hans-Jürgen Stephan. Er ist Chef des Trainingsanbieters Control Risks.

Sich selbst zu bewaffnen, hält der ehemalige BKA-Beamte für riskant: "Jede Waffe kann dem Expat abgenommen werden und dann gegen ihn verwendet werden."


Albtraum der Gefangenschaft

Auch die Welthungerhilfe bereitet jeden Auslandsmitarbeiter seit langem gezielt auf die jeweilige Gefahrenlage vor Ort vor. Die Schutzmaßnahmen reichen von landesspezifischen Kleidungsvorschriften bis zu Sicherheitsregeln: "In manchen Gebieten muss sich der Mitarbeiter jede Stunde über Funk im Büro melden, oder er darf nach Einbruch der Dunkelheit keine Überlandfahrten mehr machen", sagt Pott.

Vor der Ausreise werden zusammen mit Bundeswehrsoldaten auf einem Truppenübungsplatz sogar Überfälle simuliert.

Doch auch dies alles hat dem deutschen Entwicklungshelfer und seinem italienischen Kollegen nichts genutzt – für sie geht es jetzt nur noch darum, den bereits mehr als ein Jahr dauernden Albtraum ihrer Gefangenschaft zu überstehen.
Dieser Artikel ist erschienen am 06.06.2013

Themen im Überblick

Fair Company | Initiative