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Eigenmarke im Netz

Rechtzeitig Spuren legen

Jochen Mai, wiwo.de
Flexibilität im Arbeitsleben ist heute mit Jobhopping beinahe gleichzusetzen. Wer kurzfristig und häufig zwischen Professionen, Projekten und Positionen wechselt, tut gut daran, sich eine Eigenmarke im Netz aufzubauen. Ein gutes Personal Branding ist fürs Image unerlässlich.

Foto: Ich/Pixelio

Überall präsent

Vivian Pein hat lange an ihrem Image gebastelt. Zwei Jahre arbeitete sie als Community-Managerin bei Xing, war auf Netzwerktreffen im realen Leben ebenso präsent wie auf allerlei digitalen Plattformen. Obendrein schreibt die 29-Jährige seit 2007 ein eigenes Blog und organisierte zahllose Fachmessen für Onliner, sogenannte Barcamps.

Alles zusammen eine beeindruckende Bilanz – noch dazu eine, die ihr in den vergangenen Jahren einen veritablen Ruf in der Online-Welt beschert hat. Oder wie Fachleute sagen würden: Vivian Pein besitzt eine starke Eigenmarke.

Die besten Jobs von allen


Vor wenigen Monaten wechselte sie jedoch zum Logistikunternehmen Hermes – als Social Media Managerin. Die Jobs sind verwandt und doch grundverschieden. Im Hamburger Stadtteil Langenhorn verantwortet Vivian Pein nun sämtliche Web-Strategien, baut ein Community-Team mit derzeit zwei Mitarbeitern auf sowie die Hermes-Präsenzen auf Facebook und Twitter. Doch sie hat ein Problem: „Egal, wo ich hinkomme – viele begrüßen mich so, als sei ich noch immer bei Xing.“

Standardrepertoire moderner Wissensarbeiter

Obwohl sie ihren Jobwechsel überall im Netz kommuniziert hat, ist er an vielen vorbeigerauscht. Zwei Jahre Markenpflege im Netz – das schüttelt niemand leicht wieder ab. So wird es künftig immer mehr Menschen ergehen. Der Aufbau einer Eigenmarke im Internet gehört zum Standardrepertoire moderner Wissensarbeiter.

Selbstständige und Freiberufler kommen kaum noch ohne sie aus, aber auch Berufseinsteiger und Fachkräfte legen sich zunehmend solche Profile zu – weil sich Karrierechancen dadurch mittlerweile merklich erhöhen lassen.

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