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Höhlenmensch
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Heimarbeit – ja oder nein?

Raus aus der Höhle!

Teil 2: "Ohne Euch bin ich nichts!"

Und warum sind dann Unternehmen wie IBM oder Microsoft – große Verfechter virtueller Organisationen – erfolgreich?

Manche Unternehmen sind überraschenderweise 'dennoch' erfolgreich, aber sicher nicht deshalb...

Liegt das an den besonderen Eigenschaften der Führungskräfte?

Virtuelle Strukturen brauchen auf jeden Fall Mitarbeiter, die bereit sind, füreinander statt nur miteinander zu arbeiten. Und ihr Leiter muss etwas von einem guten Gastgeber haben: Er muss zum Dialog einladen, verbinden, die Mitarbeiter so einsetzen, dass sich ihr besonderes Talent entfaltet. Er muss Konflikte moderieren, Vertrauen schaffen, sonst bleibt das Band der Zusammenarbeit sehr locker. Und er muss in besonderem Maße den Rahmen bieten für eine gemeinsame Sinnfindung der Teammitglieder.

Wie kann das gehen?

Dazu muss sich die Führungskraft abhängig machen von ihren Mitarbeitern. 'Ohne Euch bin ich nichts' muss die Grundhaltung sein. Dazu sind aber nur Menschen mit hohem Selbstvertrauen fähig. Offenheit zu demonstrieren und Fehler zuzugeben ist auch wichtig, dient aber nur dazu, einmal gewonnenes Vertrauen zu erhalten. Nur aktiv herbeigeführte Verwundbarkeit und wechselseitige Abhängigkeit startet den Prozess des Vertrauens.

Lesen Sie auch: Homeoffice: Zum Scheitern verurteilt?

Dieser Artikel ist erschienen am 07.03.2013

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