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Rap im Job
Foto: Andrey-Kiselev/Fotolia.de
Recruiting Videos

Rappende Azubis und singende Chefs

Tina Groll/zeit.de
Um sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren, setzen Unternehmen auf virales Videomarketing. Bisweilen misslingen die Kampagnen aber und schaden dem Image eher.
Unternehmen haben es zunehmend schwer, gute Bewerber zu finden. Nur wer sich als attraktiver Arbeitgeber positioniert, kann ausgezeichnet qualifizierte Fach- und Führungskräfte rekrutieren. Darum investieren Unternehmen große Summen in Employer Branding-Kampagnen.

Positiver Nebeneffekt: Auch die Produkte beliebter Unternehmen verkaufen sich besser. Der neueste Schrei bei der Suche nach guten Mitarbeitern sind Webclips. Der Medienkonzern Axel Springer machte es im vergangenen Herbst mit einem ungewöhnlichen Clip vor. Das Unternehmen suchte mit der Initiative Media Entrepreneurs nach jungen Unternehmertalenten im Umfeld digitaler Medien

Das Vorbild

Das Video ist gerade einmal eine Minute und neun Sekunden lang und zeigt den gesamten Vorstand rund um einen skeptisch guckenden Mathias Döpfner im Auswahlverfahren von Bewerbern. Der Clip vermittelt erstaunlich prägnant, worum es in der Kampagne geht

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Und die war ein voller Erfolg. Der Springer-Konzern fand auf diese Weise nicht nur interessante Kandidaten, er inszenierte sich auch als moderner und sympathischer Arbeitgeber. In der Personaler-Szene gilt das Video als Paradebeispiel für gelungenes Employer Branding. Zum Flop entwickelte sich dagegen ein ähnlicher Versuch von BMW. Der Autohersteller wollte mit einem Rapvideo seiner Azubis für sich als attraktiver Ausbildungsbetrieb werben

Fremdschämfaktor

Der Clip entstand in einem Projekt von Praktikanten und Auszubildenden des Unternehmens. Die jungen BMW-Mitarbeiter rappen sich angestrengt mit bemühten Reimen durch 2 Minuten 48 Sekunden und besingen auf dem BMW-Werksgelände die Karriereeinstiegsprogramme beim Automobilunternehmen. Der Clip hat dem Unternehmen mehr geschadet als genutzt.

Im Internet verbreitete sich das Video rasant – als Lachnummer. Der Grund dafür dürfte sein, dass der eher laienhafte Rapversuch der Azubis mit den sonst hoch professionellen Werbevideos des Autokonzerns nicht mithalten kann. Das Personalmanagement von BMW ging aber sportlich mit der Häme um und steht weiterhin zu dem Video

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