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Berufswahl

Quereinsteiger gefragt

Dorothee Vogt
Sprach- und Naturwissenschaftler haben Chancen.
Foto: R. Sturm/Pixelio

Wirtschaftsfern – aber mit analytischen Fähigkeiten

Eigentlich wollte Angela Westdorf in die Medien gehen. Sie jobbte neben ihrem Englisch- und Deutschstudium für den WDR und den Verlag Bastei Lübbe. Heute ist die 40-Jährige Partnerin bei Signium International.

„Mit der Branche konnte ich zunächst gar nichts anfangen“, sagt Westdorf. Als ihr der Chef eines Software-Unternehmens, für das sie ein Handbuch übersetzte, vorschlug, sich mal in seiner zweiten Firma – einer Personalberatung – vorzustellen, fand sie das sogar „geradezu skurril“.

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Wirtschaftsferne Akademiker sind in Personalberatungen selten. Auf zehn bis 15 Prozent schätzt Regina Ruppert, Vize-Vorsitzende des Fachverbands Personalberatung beim Bund Deutscher Unternehmensberater, den Anteil. „Lange ging man davon aus, dass nur Wirtschaftswissenschaftler das nötige Know-how über Märkte, Branchen und Unternehmensstrukturen hätten“, weiß Ruppert. Inzwischen stehen „die analytischen und methodischen Fähigkeiten, Kandidaten treffsicher zu beurteilen“ hoch im Kurs. Bis an die Spitze schaffen es aber nur wenige Seiteneinsteiger.

Mit Engagement und Menschenkenntnis

Germanistin Westdorf vermutet, dass ihr Interesse an Menschen und ihr Engagement Gründe für ihren Aufstieg waren. Sie hat es bei Signium in acht Jahren von der Researcherin über die Beraterin zur Partnerin gebracht. Untypisch an ihrer Vita ist nicht nur der Uni-Abschluss: Wenige Researcher schaffen es ohne Industrieerfahrung zum Berater.

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