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Privatleben kommt vor Job
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Mittelschichtstudie

Privatleben wird wichtiger als Karriere

Ferdinand Knauß, wiwo.de
Die Angehörigen der Mittelschicht sind optimistisch – zumindest soweit es um ihre persönliche Zukunft geht. Die Familie ist ihnen wichtiger als der Beruf. Das zeigt eine Studie der Gothaer Versicherung.
Die Mittelschicht gilt als tragende Säule der Gesellschaft, die den Großteil der Bevölkerung in Deutschland stellt – und für Stabilität sorgt. Allen Krisenmeldungen und Burnout-Klagen zum Trotz scheint diese Mitte der deutschen Bevölkerung zufrieden mit der Gegenwart und optimistisch für die Zukunft zu sein.

Zumindest mit ihrer persönlichen materiellen Lage, wie die zweite Mittelschichtstudie der Gothaer Versicherung zeigt, die kürzlich vorgestellt wurde. Nach 2011 wurden im September 2013 nun zum zweiten Mal insgesamt 1000 Personen nach einer genauen Definition der Mittelschicht (in die Bildungsstand, Beruf und Einkommen einfließen) ermittelt und befragt.

Fröhlicher Blick in die Zukunft

Sehr optimistisch schätzt die Mittelschicht die eigene Zukunft ein. So sehen 85 Prozent der Befragten (2011: 87 %) positiv in die eigene Zukunft, bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 96 Prozent.

Auch die eigene finanzielle Situation wird im Zweijahresvergleich sehr gut eingeschätzt. Nur 13 Prozent der Befragten sprechen von einer Verschlechterung der eigenen finanziellen Situation innerhalb der letzten zwei Jahre, 57 Prozent sehen sie unverändert und 29 Prozent spüren sogar eine Verbesserung, dies entspricht genau dem Niveau der letzten Befragung.

Bei den über 60-Jährigen sehen hingegen nur 10 (unverändert) Prozent eine Verbesserung ihrer finanziellen Situation, von einer Verschlechterung sprechen hier 18 Prozent (2011: 21) der Befragten aus dieser Altersgruppe.


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