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Am Pranger
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Frauen-Karriere-Index

Pranger für die Dax-Konzerne

Cornelia Schmergal, wiwo.de
Das Bundesfamilienministerium stellt den ersten Frauen-Karriere-Index online. Auf den ersten Blick wirkt das Ranking nicht gerade übersichtlich. Eine Einordnung.
And the winner is: Henkel. Laut Frauen-Karriere-Index, den das Bundesfamilienministerium kürzlich veröffentlichte, kümmert sich der Chemiekonzern unter allen Dax-30-Unternehmen am besten um weibliche Mitarbeiter.

Oder anders: Bei Henkel haben Frauen die besten Aufstiegschancen. Auf Platz zwei folgt Bayer, auf Rang drei liegt BMW.

Die besten Jobs von allen


Wer weit unten steht, sieht reichlich alt aus, und ganz unten findet sich der Konzern Fresenius. Sein Image wird darunter leiden, das darf man schon jetzt vermuten. So gleicht der neue Index einem modernen Pranger: Niemand will hier Schlusslicht sein.

Alternative zur starren Quote

Durch diese Transparenz soll die Liste eine Alternative zur starren Quote darstellen. Glaubt zumindest Familienministerin Kristina Schröder. Entstanden ist der neue Index, weil Schröder gleich doppelt genervt war.

Genervt von den 30 größten börsennotierten Konzernen, die versprochen hatten, sich selbst in regelmäßigen Statusberichten eigene Quotenziele aufzuerlegen – nun aber schon zweimal in Folge nur krudes und kümmerliches Zahlenmaterial ablieferten.

Transparent und vergleichbar waren die Daten nie: Die ambitionierten Unternehmen setzten sich Marken bis 2015, die etwas störrischeren zielten auf 2020

Brüskierte Ministerin

Einige Konzerne orientierten sich an weltweiten Zahlen zur weiblichen Beschäftigung, einige an nationalen. Manche brüskierten die Ministerin, indem sie erst gar keine Vorgabe nennen wollten.

Das gilt auch für Fresenius. Als Schröder den jüngsten Bericht Ende Juni entgegennahm, konnte sie ihren Unmut kaum verbergen. 

Genervt war die Familienministerin auch von der Opposition und den eigenen Parteifreundinnen, die für eine starre gesetzliche Frauenquote plädierten. Sie unterstellen Schröder Hasenfüßigkeit, weil die CDU-Politikerin starre gesetzliche Vorgaben ablehnte und für ihre Flexi Quote plädierte.


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